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    Putins Rede in Davos auf positive Kooperation gerichtet - Experten

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    Ziel der Rede von Russlands Premier Wladimir Putin in Davos war keine scharfe Polemik, sondern die Suche nach Auswegen aus der globalen Finanzkrise.

    DAVOS, 29. Januar (RIA Novosti). Ziel der Rede von Russlands Premier Wladimir Putin in Davos war keine scharfe Polemik, sondern die Suche nach Auswegen aus der globalen Finanzkrise.

    Das stellte Russlands Vizewirtschaftsminister Stanislaw Woskressenski vor Journalisten in Davos fest.

    Putins Rede habe diejenigen enttäuscht, die eine "zweite München-Rede erwartet hatten". "Jetzt ist die Zeit gekommen, um sich abzukühlen und ruhig zu erfassen, was vor sich geht", betonte er.

    Zugleich stand auch nicht die Aufgabe, konkrete Rezepte für die Überwindung der Krise vorzulegen. "Putin hatte nicht vor, das zu tun", so Woskressenski. "Er hat gesagt, was man nicht tun sollte."

    Wenn man eine Parallele mit dem Großen Vaterländischen Krieg zieht, so "ist heute das Jahr 1941 und keinesfalls das Jahr 1943". "Eine ernsthafte Diskussion, wie die globale Finanzarchitektur aussehen wird, wird zwar beginnen, aber nicht jetzt", meinte der Vizeminister.

    Nach seinen Worten ist Putin heute der besonders erfahrene Spitzenpolitiker, der ein hohes Amt in der Exekutive bekleidet. "Er ist der einzige, der die Welt vor Fehlern warnen darf, und unsere Aufgabe bestand eben darin."

    Auch der Erste Vizepremier Igor Schuwalow stellte fest: Die Erwartungen so mancher Experten und Politiker, Putin würde mit seiner Rede eine Konfrontation ansteuern, sind nicht in Erfüllung gegangen. Russlands Premier habe seine positive Einstellung für eine Zusammenarbeit zum Ausdruck gebracht, stellte er fest.

    Arkadi Dworkowitsch, Medwedjews Assistent für Wirtschaftsfragen, verwies darauf, dass eine der Hauptthesen von Putins Rede die Feststellung sei, dass es einfache und komplizierte Lösungen gibt.

    Die einfachen und für die Menschen verständlichen Lösungen, unter anderem hinsichtlich einer Verstärkung der Rolle des Staates in der Wirtschaft, wozu heute die Länder tendieren, die bisher liberale Positionen vertreten haben, sind absolut nicht effektiv, betonte er.

    "Es gibt aber komplizierte Lösungen, die die Situation fundamental verändern würden", sagte Dworkowitsch. "Sie sind kompliziert, weil der einzige Weg zu ihrer Umsetzung darin besteht, dass alle Länder gemeinsam handeln."

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