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    Kasachstans Regierung tauscht Steuersenkung gegen sicherere Arbeitsplätze

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    ASTANA, 29. Januar (RIA Novosti). Die kasachische Regierung will die Steuersätze für die Bergbaubetriebe, Hüttenindustrie und Erdölsektor im Austausch gegen deren Versprechen senken, die Beschäftigten nicht zu entlassen.

    Das teilte Kasachstans Finanzminister Bolat Schamschijew in einer Sitzung des Kollegiums des Ministeriums am Donnerstag mit.

    "Die Regierung hat die Möglichkeit der Senkung der Steuersätze für die Gewinnung von Bodenschätzen in der Bergbau- und Hüttenindustrie geprüft. Es wird eine Entscheidung über die Festsetzung der niedrigeren Sätze vorbereitet. Dabei ist die Nichtentlassung jenes Teils der Mitarbeiter, die heute objektiv nicht gefragt sind, eine Bedingung für die Festsetzung dieser Sätze", sagte der Minister.

    Er hob hervor, dass sich diese Maßnahme zweifellos auf den Etat auswirken wird.

    "Aber sie wird als Stabilisierungsmaßnahme für die Betriebe des Bergbaus ergriffen, die heute Grundlage unserer Wirtschaft sind", erläuterte er.

    Zuvor hatte Berdibek Saparbajew, Minister für Arbeit und sozialen Schutz der kasachischen Bevölkerung, gesagt, dass die Mitarbeiter des Bergbaus und der verarbeitenden Industrie nach einer Einschätzung des Ministeriums einem besonders hohen Entlassungsrisiko ausgesetzt seien.

    Nach seine Worten macht die Gesamtzahl der Beschäftigten in diesen Branchen 774 000 Menschen aus.

    "Derzeit wird ein Dialog mit Bergbauunternehmen, dem Erdölsektor und einigen anderen um einen Interessenausgleich geführt, damit die Mitarbeiter nicht entlassen werden müssen", sagte der kasachische Premierminister Karim Massimow in der Sitzung des Finanzministeriums am Donnerstag.

    Die Steuer für die Gewinnung von Bodenschätzen wurde in Kasachstan erstmals am 1. Januar 2009 gesetzlich festgeschrieben. Das Gesetz sieht eine Senkung der Belastung des Nichtrohstoffsektors der Wirtschaft mit gleichzeitiger Steigerung der Effektivität des gewinnenden Sektors vor.

    Für die Förderer von Bodenschätzen, die niedrig rentable Vorkommen abbauen, wurden Vorzugssätze festgesetzt.