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    Ukraine: Adieu billiges Erdgas, es lebe das Brennstroh!

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    Die Epoche der billigen Erdgaslieferungen für die Ukraine geht sehr bald ihrem Ende zu und wird nie mehr zurückkehren.

    KIEW, 29. Januar (RIA Novosti). Die Epoche der billigen Erdgaslieferungen für die Ukraine geht sehr bald ihrem Ende zu und wird nie mehr zurückkehren.

    Darauf verwies Regierungschefin Julia Timoschenko am Donnerstag in einer Sondersitzung des Kabinetts in Kiew, das die ersten Projekte der ukrainischen Regionen im Bereich Energieeinsparung und Nutzung von Alternativenergie erörterte.

    "Ich will sie darauf aufmerksam machen, dass das billige Gas für uns erstens immer Käse in der Mausefalle gewesen ist, und zweitens haben wir genug davon für 2009 und 2010. Das wäre es!", erklärte Timoschenko.

    Die Regierungschefin forderte die Kabinettsmitglieder deshalb auf, an Alternativenergie zu denken und ein Programm für deren Nutzung zu entwerfen. Es handele sich um Brennholz und Brennstroh.

    Die Branchenministerien wurden von Timoschenko beauftragt, im Laufe eines Monats zu prüfen, welche Heizwerke des Landes bereit wären, entsprechende Ausrüstungen und Kesselanlagen zu bauen, um mit diesen Brennstoffen zu arbeiten. Die Minister wurden aufgefordert, ausländische Erfahrungen zu nutzen.

    Am 19. Januar unterzeichnete die Ukraine mit dem russischen Gaskonzern Gazprom ein Abkommen, wonach der Erdgaspreis nach einer speziellen international gültigen Formel berechnet werden wird.

    Gemäß den neuesten Vereinbarungen wird Naftogas bis 2019 Gas direkt bei Gazprom zu einem Basistarif von 450 Dollar pro 1 000 Kubikmeter kaufen. Der Tarif soll jedes Vierteljahr entsprechend der Preisdynamik bei Heizöl und Dieseltreibstoff in den zurückliegenden neun Monaten korrigiert werden. Außerdem gilt für dieses Jahr für die Lieferungen an die Ukraine ein Rabatt von 20 Prozent.

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