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    Regierung in Grosny um Rückkehr von Exiltschetschenen bemüht

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    MOSKAU, 30. Januar (RIA Novosti). Die tschetschenischen Behörden sind zu einem Dialog mit dem Oppositionspolitiker Achmed Sakajew bereit, der sich im Ausland vor der russischen Justiz versteckt.

    Lema Gudajew, Chef des Pressedienstes der tschetschenischen Regierung, ist der Ansicht, dass "Sakajew einer der wenigen adäquaten Vertreter der separatistischen ‚Regierung Itschkerias' ist", zitiert ihn die Tageszeitung "Kommersant" am Freitag.

    Der russische Sicherheitsdienst FSB hatte dieser Tage Sakajew beschuldigt, er sei bemüht, "bewaffnete Kräfte Itschkerias" zur Bekämpfung der jetzigen legitimen Regierung Tschetscheniens aufzubauen. Sakajew wies diese Anschuldigungen zurück und erklärte, er sei zu einem Dialog mit der jetzigen Regierung Tschetscheniens bereit.

    Wie Gudajew betonte, "lehnt Sakajew die terroristischen Widerstandsmethoden ab und hat keine schweren Verbrechen auf seinem Gewissen".

    "Ich verstehe den Sinn der Behauptungen, Sakajew sei an der Bildung irgendwelcher bewaffneter Terrorgruppen beteiligt, nicht ganz", sagte er. Ziel der Verunglimpfung "des adäquatesten der Vertreter der so genannten Itschkeria besteht in der Torpedierung der Bemühungen der tschetschenischen Regierung, die auf eine Rückkehr der politischen Flüchtlinge gerichtet sind".

    Gudajew verwies darauf, dass Tschetscheniens Präsident "Ramsan Kadyrow Sakajew über die Medien aufgerufen hat heimzukehren und auf diese Weise seinen Beitrag zum Wiederaufbau der Republik Tschetschenien zu leisten".

    Letzten Dienstag hatte der FSB mitgeteilt, in der Republik Dagestan sei Issa Chadijew, ein führender Vertreter der in der Illegalität operierenden bewaffneten Kräfte der Opposition, vernichtet worden, der auf persönlichen Auftrag Sakajews bewaffnete Gruppen im Nordkaukasus organisieren sollte.

    Sakajew selbst erklärte dazu: "Ich habe Issa Chadijew nur indirekt gekannt und ihn mit keiner Mission in den Kaukasus entsandt." Zugleich betonte er seine Bereitschaft zu einem Dialog mit Vertretern Kadyrows.

    Die Zeitung erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass mehrere Repräsentanten der tschetschenischen Separatistenregierung in den letzten Jahren nach Tschetschenien zurückgekehrt sind, darunter der ehemalige Generalvertreter des Präsidenten Itschkerias Aslan Maschadow im Ausland Uma Chanbijew, der Verteidigungsminister Itschkerias, Magomed Chambijew, und der Chefleibwächter Maschadows, Schaa Turljajew. Sie alle hatten Sicherheitsgarantien Kadyrows bekommen.

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