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    Ukraine: Kommission soll Korruptionsverdacht gegen RosUkrEnergo untersuchen

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    KIEW, 30. Januar (RIA Novosti). Das ukrainische Parlament kann beauftragt werden, eine Kommission zu Untersuchung des unter Korruptionsverdacht stehenden Gashändlers RosUkrEnergo zu bilden.

    Zwischenhändler RosUkrEnergo war im Juli 2004 für Gaslieferungen in die Ukraine gebildet und in der Schweiz registriert worden. Die Aktionäre sind der russische Gasriese Gazprom (50 Prozent) und die ukrainischen Unternehmer Dmitri Firtasch und Iwan Fursin.

    Russland und die Ukraine hatten sich nach der Gaskrise Anfang dieses Jahres darauf geeinigt, das Unternehmen aus dem Gashandel auszuschließen. Künftig sollen Gazprom und der ukrainische Versorger Naftogas Ukrainy direkt miteinander kooperieren.

    Ein Beschlussentwurf über die Bildung einer provisorischen Parlamentskommission "zur Untersuchung der Korruptionstätigkeit von RosUkrEnergo und der Verwicklung von Staatsbeamten und Abgeordneten darin" ist am 28. Januar in der Obersten Rada registriert worden.

    Die Initiative brachte der Abgeordnete Wladimir Bondarenko vom JTB (Block von Julia Timoschenko) ein, der am Freitag auf der Webseite des Parlaments veröffentlicht wurde.

    Wie die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko vor kurzem geäußert hatte, sind die Gasgespräche mit Moskau Ende des vergangenen Jahres von RosUkrEnergo zum Scheitern gebracht worden. Laut Timoschenko hatte das Unternehmen die Verhandlungen am 30. und 31. Dezember mit Hilfe von Politikern und einflussreichen Personen vereitelt.

    Der Gaskonflikt zu Jahresbeginn hatte zur Folge, dass die russischen Gaslieferungen nach Europa in der Nacht zum 7. Januar durch die Ukraine blockierte wurden. Gazprom hatte am 1. Januar die Gaslieferungen in die Ukraine wegen des fehlenden Vertrags für das Jahr 2009 gestoppt, doch weiterhin das Transitgas für Europa Naftogas Ukrainy geliefert. Dennoch gelangte das russische Transitgas nicht nach Europa. Moskau beschuldigte daraufhin Kiew, das Gas aus den Pipelines illegal entnommen zu haben.

    Gazprom-Chef Alexej Miller und der Chef von Naftogas Ukrainy, Oleg Dubina, unterzeichneten am 19. Januar einen Vertrag über Gaslieferungen in die Ukraine und ein Abkommen über den Gastransit für die Jahre 2009 bis 2019.

    Die Gaslieferungen nach Europa wurden nach dem 20. Januar wieder aufgenommen. Der ukrainische Präsident Viktor Juschtschenko und sein Sekretariat haben die erzielten Vereinbarungen kritisiert, jedoch zugesagt, sie einzuhalten.

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