05:56 18 Oktober 2017
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    Peking verurteilt Schuhwerfer-Attacke gegen Chinas Premier in Cambridge

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    PEKING, 03. Februar (RIA Novosti). Das offizielle Peking hat jetzt seine Unzufriedenheit mit dem Vorfall während einer Ansprache von Chinas Premier Wen Jiabao in der Universität Cambridge am Montag zum Ausdruck gebracht.

    Wie die offizielle Sprecherin des Außenministeriums Chinas, Jiang Yu, erklärte, habe die britische Seite ihr Bedauern über den Vorfall geäußert und versichert, dass er auf gebührende Weise behandelt wird.

    Wens Rede sei nach ihren Worten von der Öffentlichkeit herzlich aufgenommen worden. "Wie die Tatsachen zeigen, hat derjenige, der diese abscheuliche Tat begangen hat, die Sympathie nicht auf seiner Seite", betonte die Sprecherin. "Diese Tat kann die Entwicklung der freundschaftlichen Partnerschaft zwischen China und Großbritannien nicht behindern."

    Ein junger Mann hatte die Rede des chinesischen Politikers am Montag in Cambridge zunächst mit einem Pfiff unterbrochen. "Das ist doch ein Skandal!" rief er. "Wie kann die Universität gegenüber einem Diktator so gefügig sein?"

    Mit diesen Worten warf er einen Schuh nach dem Redner. Sein Ziel verfehlte er allerdings.

    Schuhwürfe als Ausdruck des Protestes waren Mitte Dezember während des letzten Irak-Besuchs von George W. Bush berühmt geworden, als ein Reporter in Bagdad den US-Präsidenten auf solche Weise attackierte.