23:53 18 September 2018
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    Moldawier mögen Putin und Nato - "Nesawissimaja Gaseta"

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    MOSKAU, 03. Februar (RIA Novosti). Am 5. April wird in Moldawien das Parlament gewählt. Darüber schreibt die Zeitung "Nesawissimaja Gaseta" am Dienstag.

    Laut Umfrageergebnissen werden die Wahlen im Zeichen der Sympathien der Bürger für Russlands Führungspolitiker und den Kurs auf die Integration in EU und Nato stehen.

    Die Befragung des Instituts für Sozialpolitik (Chisinau) zeigte überraschend, dass die Sympathien der Befragten, die den beliebtesten Politiker der Welt nennen sollten, mit großem Abstand dem russischen Premierminister Wladimir Putin (80 Prozent) und dem Präsidenten Dmitri Medwedew (nur einige Prozent weniger) gelten. Diese Politiker lagen weit vor der deutschen Kanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy.

    Das Ergebnis sieht widersprüchlich aus, denn die meisten Moldawier (70 Prozent laut Angaben des Instituts) unterstützen den Weg in die Europäische Union.

    Institutsdirektor Arkadi Barbarosch nannte das eine Besonderheit der gegenwärtigen nationalen Mentalität. Die "Bewusstseinsspaltung" sei ein besonderer Charakterzug der jetzigen moldawischen Wahlen: Man werde dabei für den europäischen Entwicklungskurs, aber unter unbedingter Erhaltung der Kontakte und freundschaftlichen Beziehungen zu Russland abstimmen.

    Moldawiens prorussische Wählerschaft bestehe heute nicht nur aus den russischsprachigen Bürgern, sondern auch aus nicht wenigen Vertretern der Titelnation, behauptet Barbarosch.

    Unter den Linken sind nach wie vor die Kommunisten führend, doch hätten sie gegenwärtig, wie Viorel Cibotaru, Direktor des Europa-Instituts (Moldawien), bemerkt, weniger Anhänger: Umfragen würden zeigen, dass für die kommunistische Partei 30 Prozent der Wähler seien.

    Deshalb bestehe die Hauptaufgabe der Kommunisten und ihres Chefs Vladimir Voronin, heute darin, sich die Unterstützung der russischfreundlich orientierten Wählerschaft zu sichern.

    Nach Ansicht einer Quelle im moldawischen Parlament habe das Fernsehbild, das Vladimir Voronin bei der Inthronisation des Patriarchen der Russisch-Orthodoxen Kirche neben Wladimir Putin und Dmitri Medwedew zeigte, schon eine Rolle im Wahlkampf gespielt. Moldawien sei ein religiöses Land, und ein nicht geringer Teil der Wähler habe die Moskau-Reise ihres Präsidenten zu der feierlichen Zeremonie positiv beurteilt.

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