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    Georgien: Opposition fordert Untersuchung zum Tod von Ex-Premier Schwanija

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    TIFLIS, 03. Februar (RIA Novosti). Die oppositionelle Konservative Partei Georgiens setzt sich für die Bildung einer gesellschaftlichen Kommission zur Ermittlung der Ursachen für den Tod von Ex-Premier Surab Schwanija, der laut einer offiziellen Version am 3. Februar 2005 an einer Rauchgasvergiftung starb.

    Laut der georgischen Generalstaatsanwaltschaft erfolgte Schwanijas Tod in der Mietwohnung seines Freundes, des Vize-Gouverneurs der Region Kwemo Kartli, Raul Jussupow, der neben Schwanija tot aufgefunden wurde.

    Die Generalstaatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren noch nicht abgeschlossen. Die Familie Schwanija zieht die offizielle Todesversion in Zweifel und spricht von einem gewaltsamen Tod.

    "Wird das Geschehene vom heutigen Standpunkt aus eingeschätzt, ist völlig klar, wem im Land ein starker Premier, der Garant für das Gleichgewicht der Machtzweige sein konnte, nicht genehm war", sagte das Mitglied der Konservativen Partei Beschan Gunawa am Dienstag.

    Laut Gunawa sind nach dem Tod von Schwanija Morde und gesetzwidrige Verhaftungen in Georgien häufiger geworden. Gleichzeitig hätten antidemokratische Prozesse begonnen.

    Die Mitglieder der Konservativen Partei fordern, dass eine gesellschaftliche Kommission, die sich aus angesehenen Personen zusammensetzen müsse, die Ermittlung zum Tod von Schwanija zu Ende führen solle.

    Die georgischen Konservativen äußern die Überzeugung, dass Schwanija einen gewaltsamen Tod gestorben war.