20:36 17 Oktober 2017
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    Moskau wittert Durchbruch nach politischer Konfrontation mit London

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    LONDON, 04. Februar (RIA Novosti). Angesichts der Finanzkrise nehmen Russland und Großbritannien Finanzberatungen auf, die von russischen Experten als Durchbruch in den von politischen Skandalen überschatteten Beziehungen betrachtet werden.

    Eine russische Delegation mit Finanzminister Alexej Kudrin an der Spitze ist am Mittwoch in London eingetroffen.

    Ein Delegationsmitglied sprach gegenüber RIA Novosti von „einer Art Durchbruch“. Angesichts der Weltfinanzkrise seien die Regierungen in Moskau und London bestrebt, ihre Wirtschaftsbeziehungen pragmatischer zu gestalten. Unter anderem nehme die russisch-britische Regierungskommission demnächst ihre Arbeit wieder auf. Bislang habe es ihr „auch wegen politischer Gründe“ an Effizienz gemangelt.

    „Wir möchten den Handel diversifizieren und uns insbesondere auf den High-Tech-Sektor konzentrieren“, hieß es. Da der russische Staat einen Teil seiner Devisenreserven in Pfund Sterling aufbewahre, gehe es auch darum, zu verstehen, wie es mit dem Kurs der britischen Währung weiter gehe.

    In den letzten Jahren waren die Beziehungen zwischen Moskau und London von vielen politischen Skandalen überschattet. Großbritannien weigert sich, den in Russland wegen schwerer Wirtschaftsdelikte verurteilten Großunternehmer Boris Beresowski auszuliefern, und empört sich über die Schließung der russischen Filialen des British Council. Britische Geheimdienste verdächtigen ihre russischen Kollegen, hinter dem in London begangenen Mord am ehemaligen FSB-Offizier Alexander Litwinenko zu stecken.

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