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    Israel: Kopf-an-Kopf-Rennen im Endspurt des Wahlkampfes

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    TEL AVIV, 06. Februar (RIA Novosti). Der Abstand zwischen den Parteien "Kadima" und "Likud", den Spitzenreitern im Wahlkampf in Israel, hat sich vier Tage vor der Abstimmung auf ein Minimum verkürzt, belegen am Freitag veröffentlichte Ergebnisse von Meinungsumfragen.

    Ungeachtet eines Popularitätsverlustes bei der Likud-Partei wird laut Prognosen von Soziologen das rechte Lager, das gegen eine forcierte Beilegung des Konflikts mit Palästina auftritt, die Mehrheit im künftigen Parlament und somit bessere Möglichkeiten für die Bildung einer eigenen Regierung als die Linkszentristen bekommen, an deren Spitze die "Kadima" steht.

    Eine Umfrage, die das Dahaf-Institut im Auftrag der Zeitung "Yediot Ahronot" vorgenommen hat, schätzt das Wählerpotential der "Likud" mit Ex-Premier Benjamin Netanyahu an der Spitze auf 25 Mandate und der "Kadima", die von der Außenministerin Tsipi Livni geleitet wird, auf 23 von insgesamt 120 Mandaten.

    Die Zeitung "Haaretz" und das Unternehmen "Dialog" schreiben der "Likud" und der "Kadima" im künftigen Parlament 27 und 25 Sitze und die Zeitung "Maariv" und das Unternehmen "Teleseker" entsprechend 26 und 23 Sitze zu.

    Das war die letzte Umfrage vor den Wahlen, die für den 10. Februar ausgeschrieben sind.

    Einen sensationellen dritten Platz belegt die Rechtspartei mit dem aus Moldawien stammenden Avigdor Liberman an der Spitze.

    Die in den letzten Wochen stürmisch gewachsene Popularität ermöglicht der Partei "mit dem russischsprachigen Akzent", mit 18 bis 19 Mandaten zu rechnen.

    Die älteste israelische Partei "Avoda" kann erstmals in ihrer Geschichte mit 14 bis 17 Abgeordnetensitzen in der Knesset lediglich den vierten Platz einnehmen.

    Das gesamte Wählerpotential der rechtsorientierten Parteien schätzte die Zeitung "Haaretz" auf 66 Mandate gegenüber 54 Mandaten der Linskzentristen. Inklusive der arabischen Parteien, die keine Chancen haben, jeglicher Regierung beizutreten, und weder mit Livni noch mit Netanyahu sympathisieren.

    Selbst wenn der "Kadima" der Endspurt gelingt und die heute regierende Partei die Stimmenmehrheit erhält, kann sich die Bildung einer Regierung, die vom Parlament bestätigt werden muss, für Livni und deren Getreue als eine Aufgabe erweisen, die ihre Kräfte übersteigt.

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