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    Russland und EU bereiten neues Grundabkommen vor

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    EU-Russland-Gipfel in Chabarowsk (29)
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    MOSKAU, 06. Februar (RIA Novosti). Der russische Premier Wladimir Putin und der Vorsitzende der Europäischen Kommission, Jose Manuel Barroso, haben am Freitag über den Abschluss eines neuen Abkommens zwischen Russland und der Europäischen Union über Partnerschaft und Zusammenarbeit beraten.

    „Es ging um den humanitären Aspekt von Fragen der Erleichterung des Visaverkehrs. Unsere europäischen Geschäftspartner, insbesondere Unternehmer, sind daran interessiert, dass der Visaverkehr vereinfacht wird und sie in ihrer täglichen Arbeitstätigkeit mit keinen administrativen Problemen konfrontiert sind“, sagte Putin auf einer Pressekonferenz nach Abschluss der Plenarsitzung der russischen Regierung und der Kommission der Europäischen Gemeinschaft in Moskau.

    Laut dem russischen Regierungschef wurde bei dem Treffen auch die Frage des Abschlusses eines neuen Grundabkommens zwischen Russland und der EU behandelt.

    Die dritte Verhandlungsrunde zum neuen Grundabkommen soll am 13. Februar in Brüssel stattfinden.

    Nach fünfmonatiger Unterbrechung hatten Russland und die EU am 2. Dezember 2008 in Brüssel die Verhandlungen über das künftige Abkommen über Partnerschaft und Zusammenarbeit wieder aufgenommen.

    Die Verhandlungen waren lange Zeit von Polen und dann von Litauen torpediert worden. Mit den Gesprächen wurde am 4. Juli in Brüssel begonnen. Die zweite Runde war für den 16. September in der belgischen Hauptstadt angesetzt, wurde jedoch wegen des Georgien-Konfliktes verschoben. Die Entscheidung über die Wiederaufnahme der Verhandlungen wurde beim Russland-EU-Gipfel am 14. November in Nizza getroffen.

    Der künftige Vertrag soll das Abkommen ablösen, das Ende 2007 abgelaufen und automatisch verlängert worden war. Die russische Seite rechnet damit, das Partnerschaftsabkommen-2 mit der EU in zwei bis drei Jahren schließen zu können.

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