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    Iwanow: Kein Verzicht auf Stützpunkte in Abchasien und Südossetien

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    Laut dem russische Vizepremier Sergej Iwanow, der an der Münchener Konferenz für Sicherheit teilnimmt, wird Russland den Beschluss über den Bau von Militärstützpunkten in Abchasien und Südossetien nicht revidieren.

    MÜNCHEN, 08. Februar (RIA Novosti). Laut dem russische Vizepremier Sergej Iwanow, der an der Münchener Konferenz für Sicherheit teilnimmt, wird Russland den Beschluss über den Bau von Militärstützpunkten in Abchasien und Südossetien nicht revidieren.

    „Russlands Beschluss über die Anerkennung der Unabhängigkeit dieser Staaten und den Bau von kleineren Militärbasen dort, um einem weiteren - fünften oder sechsten Versuch vorzubeugen, durch militärische Gewalt seitens Georgiens dieses Problem zu lösen, diese Beschlüsse werden nicht revediert“, sagte Iwanow nach Abschluss seiner Gespräche mit dem US-Vizepräsident Josef Biden.

    In diesem August schickte Georgien Truppen in seine abtrünnige Provinz, um diese zurückzuerobern. Der Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt Zchinwali weitgehend zerstört wurde, kostete Hunderte Zivilisten das Leben. Zehntausende Südosseten mussten nach Russland fliehen. Auch zehn Blauhelmsoldaten wurden dabei getötet.

    Daraufhin entsandte Russland, das langjähriger Garant der Waffenruhe im Konfliktgebiet war, Truppen, um die georgische Armee aus der Region zu drängen. Nach dem Fünf-Tage-Krieg erkannte Russland am 26. August Südossetien sowie den anderen kaukasischen De-facto-Staat Abchasien offiziell an und kündigte an, Militärstützpunkte in den beiden von Georgien abtrünnigen Republiken einrichten zu wollen.

    Die westlichen Länder, insbesondere die Nato-Mitgliedsländer kritisierten Russland scharf wegen unverhältnismäßiger Gewaltanwendung in Südossetien. Später jedoch räumten einige europäische Politiker ein, dass Georgien für die Konflikt-Zuspitzung in der Region mitverantwortlich ist.

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