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    Russland rechnet mit Lösung der Probleme in Beziehungen zu London - Botschafter

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    MOSKAU, 09. Februar (RIA Novosti). Der russische Botschafter in Großbritannien, Juri Fedotow, hat die Hoffnung geäußert, dass die sich abzeichnende positive Dynamik in den russisch-britischen Kontakten es ermöglichen wird, die Probleme in den Beziehungen zu London zu bereinigen.

    Die Beziehungen zwischen Moskau und London hatten sich im Zusammenhang mit dem „Fall Litwinenko“, wegen der Beanstandungen der russischen Behörden an der Tätigkeit von British Council in Russland sowie wegen der britischen Haltung zum Vorgehen Russlands während des Konfliktes um Südossetien zusehends verschlechtert.

    „Wir rechnen damit, dass die sich abzeichnende positive Dynamik in den Kontakten zu den Briten auf hoher politischer Ebene letzten Endes Voraussetzungen für die Beseitigung dieser Reizfaktoren schaffen wird. Unsere beiden Seiten würden nur davon profitieren“, wird Fedotow am Montag auf der Webseite des russischen Außenministeriums zitiert.

    Laut dem Diplomaten verändert sich die allgemeine Tonlage in den Beziehungen zwischen Moskau und London zum Besseren.

    „Bei Kontakten auf höchster Ebene wurde gegenseitiges Einvernehmen hinsichtlich der Notwendigkeit erzielt, die bilateralen politischen Beziehungen aus der entstandenen Sackgasse heraus zu führen. Die Treffen der Staatschefs beider Länder beim G8-Treffen in Toyako und beim G20-Treffen in Washington haben es ermöglicht, das Zusammenwirken in besonders aktuellen internationalen Bereichen zu verbessern. Die allgemeine Situation in der Welt diktiert die Notwendigkeit, einander mehr Gehör zu schenken und nach Kompromissen zu suchen“, so der Diplomat.

    Zugleich habe der intensivierte politische Dialog zwischen Russland und Großbritannien noch zu keinen spürbaren Wandlungen bei der Überwindung der bekannten Probleme in den bilateralen Beziehungen geführt, die „durch Verschulden des offiziellen London entstanden waren“.

    Das Zusammenwirken von Russland und Großbritannien in der Anti-Terror-Sphäre sei bis jetzt nicht wieder aufgenommen worden, die Verhandlungen über die Erleichterung des Visaverkehrs seien ausgesetzt worden und die Einschränkungen für die Visaerteilung würden noch gelten, konstatiert der Diplomat.

    „Auch der Umstand, dass sich in England weiterhin Personen verborgen halten, die von der russischen Justiz wegen Straftaten angeklagt wurden, wirkt sich unvermeidlich auf die Atmosphäre unserer Beziehungen aus“, so Fedotow.

    Ihm zufolge will die russische Seite wie bislang durchsetzen, dass London unter anderem den Emissär der tschetschenischen Terroristen Achmed Sakajew und den Unternehmer Boris Beresowski ausliefert.

    „Entsprechende Anfragen werden regelmäßig an die britischen Behörden gerichtet. Doch Ergebnisse sind bedauerlicherweise bisher ausgeblieben“, so der Diplomat.

    Fedotow verweist auf fehlende Fortschritte im „Fall Litwinenko“. „Das Problem ist in eine Sackgasse geraten. Deshalb ist es jetzt schwierig, mit irgendeiner magischen Lösung zu rechnen.“

    „Trotz alledem rechnen wir damit, dass sich unsere Partner dennoch unseren Vorschlag anhören werden, bei einem russischen Gericht eine gerichtliche Ermittlung zum ‚Fall Litwinenko’ anhand der Materialien durchzuführen, die von der britischen Seite zur Verfügung gestellt werden“, so der russische Botschafter.

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