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    Juschtschenko droht Timoschenko wegen Gasverträgen mit Moskau mit Konsequenzen

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    Der ukrainische Staatschef Viktor Juschtschenko will seine Erzrivalin, Premierministerin Julia Timoschenko, wegen der Gasvereinbarungen mit Russland zur Verantwortung ziehen.

    KIEW, 09. Februar (RIA Novosti). Der ukrainische Staatschef Viktor Juschtschenko will seine Erzrivalin, Premierministerin Julia Timoschenko, wegen der Gasvereinbarungen mit Russland zur Verantwortung ziehen.

    "Die Vertreter der ukrainischen Regierung, die die Gasabkommen mit Russland unterzeichnet haben, werden das noch büßen müssen", sagte Juschtschenko am Montag.

    Der ukrainische Enrgieversorger Naftogas hatte mit Zustimmung von Timoschenko am 19. Januar mit dem russischen Gaskonzern Gazprom Verträge über den Gastransit nach Europa und über die Versorgung der ukrainischen Gasverbraucher unterzeichnet. Demnach soll die Ukraine in diesem Jahr Gas nach einer europäischen Preisformel mit einem 20-prozentigen Nachlass kaufen. Im Gegenzug bekommt Russland einen ermäßigten Tarif für den Gastransit durch die Ukraine.

    Der marktgerechte Preis liegt im ersten Quartal 2009 laut Gazprom bei rund 450 US-Dollar. Angesichts des weltweiten Preisverfalls auf dem Energiemarkt wird der Gaspreis für die Ukraine im Jahresdurchschnitt jedoch voraussichtlich nur 228,8 Dollar je tausend Kubikmeter betragen.

    Dieser Preis sei eine "offensichtliche Niederlage" für die Ukraine, wetterte Juschtschenko am Montag bei einem Besuch im Gebiet Iwano-Frankowsk. "Diejenigen, die auf diese Bedingungen eingegangen sind, werden das noch verantworten müssen."

    Zugleich bestätigte Juschtschenko, dass die ukrainische Wirtschaft den neuen Preis, "wie unbegründet er auch immer ist", hinnehmen müsse.

    Der schwelende Machtkampf zwischen den einstigen politischen Weggefährten der orange Revolution, Juschtschenko und Timoschenko, lähmt seit Jahren das Land. Während sich Timoschenko, die den neuen Gasvertrag mit Russland abschloss, als Siegerin im Gaskonflikt sieht, spricht Juschtschenko von einer Niederlage.

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