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    Russland weist Chinas Vorwürfe wegen Frachter-Beschuss zurück

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    Nach dem Untergang des von russischen Grenzern beschossenen chinesischen Frachters „New Star" macht Moskau den Frachter-Kapitän für den Zwischenfall verantwortlich.

    MOSKAU, 21. Februar (RIA Novosti). Nach dem Untergang des von russischen Grenzern beschossenen chinesischen Frachters „New Star" hat Moskau Pekings Vorwürfe zurückgewiesen und den Frachter-Kapitän für den Zwischenfall verantwortlich gemacht.

    Der Sprecher des russischen Außenministeriums, Andrej Nesterenko, erklärte am Samstagabend, der Beschuss des Frachters sei eine erzwungene Maßnahme gewesen: „Die objektiven Umstände weisen darauf hin, dass dieser Zwischenfall auf das Handeln des Kapitäns der ‚New Star' zurückzuführen ist. Dieser muss das Geschehene verantworten". 

    Die „New Star" habe den russischen Hafen Nachodka am 12. Februar ohne Zollabfertigung und Behördengenemigung verlassen. Als der Frachter von Grenzschiffen im Japanischen Meer eingeholt worden sei, habe der Kapitän viele Stunden lang alle Forderungen nach Umkehr, Signale und letzendlich sogar Warnschüsse ignoriert.

    Erst nachdem direkt auf den Frachter geschossen worden sei, habe dieser den Rückweg angetreten. Als die Schiffe dann in einen Sturm gerieten, verließen die Seeleute den Frachter mit Flößen, anstatt Rettungsboote zu benutzen, betonte Nesterenko. Sie seien von den großen Wellen schnell weggespült worden und hätten bei Temperaturen unter Null kaum Überlebungschancen gehabt.

    Trotzdem hätten russische Grenzer alles Mögliche getan, um ihnen zu helfen, so Nesterenko weiter. Acht Seeleute vom Frachter konnten gerettet werden, acht weitere kamen ums Leben.

    Die Regierung in Peking hatte sich zuvor über den Zwischenfall „erschüttert" gezeigt und eine lückenlose Aufklärung gefordert. „Dass die russische Seite ein ziviles Schiff beschossen, die Besatzung nicht rechtzeitig gerettet und China über die Ermittlungsergebnisse nicht gebührend informiert, findet die chinesische Seite inakzeptabel und drückt ihre Besorgnis darüber aus", erklärte der chinesische Vizeaußenminister Li Hui.

    Der in Hongkong ansässige Reeder hatte Russland Verstöße gegen das Völkerrecht vorgeworfen. Chinesischen Medienberichten zufolge forderte er ebenfalls eine objektive Ermittlung, aber auch eine schriftliche Entschuldigung sowie Schadenersatz.

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