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    Südossetiens Präsident kritisiert Waffenlieferungen zur Wiederaufrüstung Georgiens

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    Georgien bemüht sich dem südossetischen Präsidenten Eduard Kokoity zufolge intensiv um die Wiederherstellung seines Militärpotentials nach dem Konflikt im August.

    MOSKAU, 04. März (RIA Novosti). Georgien bemüht sich dem südossetischen Präsidenten Eduard Kokoity zufolge intensiv um die Wiederherstellung seines Militärpotentials nach dem Konflikt im August.

    „Der georgische Militarismus ist nicht gebändigt, er rüstet sich wieder auf“, betonte Kokoity am Mittwoch in einem Interview für die Tageszeitung „Rossijskaja Gaseta“.

    „Georgien hat seine Flotte vollständig wiederhergestellt. Darüber hinaus hat sie acht Kampfschiffe bekommen. Außerdem sind Lieferungen von französischen Luftabwehrsystemen und Radaranlagen für mittlere Reichweiten beschlossen und besiegelt. Außerdem hat Israel seine Militärlieferungen wieder aufgenommen, obwohl es sich zuvor verpflichtet hatte, keine Waffen mehr an Georgien zu liefern.“

    Nach seiner Ansicht sind die OSZE-Beobachter nicht in der Lage, ein erneutes Aufflammen der Gewalt zu verhindern.

    „Wir haben kein Vertrauen zur OSZE“, sagt Kokoity. „Bis jetzt haben wir von ihrer Seite keine klare Erläuterung dafür bekommen, warum die Beobachter in der Nacht zum 8. August unmittelbar vor dem Beginn des Kriegs und des Beschusses der Stadt Zchinwali aus Mehrfachraketenwerfern ihre Stellungen in der Region verlassen haben. Dieser Tage erklärte ein leitender OSZE-Vertreter laut, sie halten sich in der Region, nur um eine internationale Anerkennung von Südossetien und Abchasien zu verhindern. Von welcher Unvoreingenommenheit, Neutralität und Objektivität kann man da noch sprechen?“

    Russland hatte Ende August 2008 die Unabhängigkeit Südossetiens und Abchasiens anerkannt. Daraufhin brach Tiflis die diplomatischen Beziehungen mit Moskau ab und erklärte die beiden Republiken für besetzte Gebiete.

    Die westlichen Staaten, darunter die Nato-Mitglieder, kritisierten Russland für dessen Vorgehen in Südossetien und für dessen unverhältnismäßige Anwendung von Gewalt. Einige Monate später räumten jedoch einige europäische Politiker ein, dass Georgien ebenfalls für die Zuspitzung der Lage in der Region verantwortlich war.