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    Moskau erwartet gute Ergebnisse vom Treffen Lawrow - Clinton - MEHR

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    Moskau erwartet mit zurückhaltendem Optimismus die Ergebnisse des am Freitag in Genf bevorstehenden Treffens der US-Außenministerin Hillary Clinton mit ihrem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow, teilte man aus dem Außenministerium den Journalisten mit.

    MOSKAU, 06. März (RIA Novosti). Moskau erwartet mit zurückhaltendem Optimismus die Ergebnisse des am Freitag in Genf bevorstehenden Treffens der US-Außenministerin Hillary Clinton mit ihrem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow, teilte man aus dem Außenministerium den Journalisten mit.

    „Jede Seite wird ihre Positionen und ihren Fahrplan für die Zukunft vorstellen. Das ist eine Vorbereitungsetappe für das Treffen der Präsidenten von Russland und der USA Anfang April in London“, heißt es in der Mitteilung.

    „Wir erwarten jedoch gute Ergebnisse“, wird in der Meldung betont.

    Wie im Außenministerium unterstrichen wurde, müsse in erster Linie die Einstellung zur Bewältigung der bevorstehenden Arbeit bestimmt werden.

    Es gebe nahe und übereinstimmende Positionen, darunter zu Afghanistan. Außerdem müsse man sich bemühen, die Positionen zu solchen Fragen wie die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen und die NATO-Osterweiterung einander anzunähern.

    Das bestehende Vertrag über die Reduzierung der strategischen Offensivwaffen (START-Vertrag) läuft am 5. Dezember 2009 ab.

    Er war 1991 von den Präsidenten der UdSSR und der USA unterzeichnet worden und hatte Moskau und Washington verpflichtet, ihre strategischen Kernwaffenkräfte von 10 000 auf 6000 Gefechtsköpfe zu reduzieren.

    Im Jahr 1993 unterzeichneten Russland und die USA den START-2-Vertrag, der eine wesentliche Reduzierung der ballistischen Interkontinentalraketen und der nuklearen Sprengköpfe vorsah. Aber die Russische Föderation trat 2002 aus diesem Vertrag als Antwort auf den Verzicht der USA auf den Vertrag aus dem Jahr 1972 aus, der die Schaffung der Raketenabwehrsysteme verbot.

    Danach wurde ein bilaterales Abkommen darüber unterzeichnet, zum 31. Dezember 2012 die strategischen Offensivpotentiale der UdSSR und der USA auf 1700 bis 2200 Kerngsprengköpfe zu reduzieren.

    Im Jahr 2005 schlug Russland der amerikanischen Seite vor, anstatt des START-Vertrages ein neues Abkommen zu schließen.

    Auf dem G8-Gipfel im Sommer 2006 in Sankt Petersburg einigten sich die damaligen Präsidenten von Russland und der USA, Wladimir Putin und George Bush, einen Dialog über das Schicksal der früheren Vereinbarungen über strategische Stabilität in die Wege zu leiten.

    In Sotschi (Badeort am Schwarzen Meer) bestätigten sie 2008 in einer Deklaration die Absicht, die strategischen Offensivpotentiale auf ein maximal mögliches Niveau zu reduzieren, das den Forderungen der nationalen Sicherheit und den Bündnisverpflichtungen entspricht.

    Die Staatschefs Russlands und der USA versprachen, die Ausarbeitung einer juristisch gültigen Vereinbarung zur Ablösung des START-Vertrages fortzusetzen.