16:42 21 Oktober 2018
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    Ukraine: Timoschenko lässt Kandidatur als Präsidentin offen

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    Premierministerin Julia Timoschenko legt sich bezüglich ihrer Kandidatur zu den Präsidentenwahlen in etwa einem Jahr noch nicht fest, weil sich die Ukraine möglicherweise in eine parlamentarische Republik verwandeln wird.

    KIEW, 06. März (RIA Novosti). Premierministerin Julia Timoschenko legt sich bezüglich ihrer Kandidatur zu den Präsidentenwahlen in etwa einem Jahr noch nicht fest, weil sich die Ukraine möglicherweise in eine parlamentarische Republik verwandeln wird.

    „Wir erörtern mögliche Änderungen an der Verfassung, um zu wissen, ob wir das Modell einer parlamentarischen Republik beibehalten oder zum Modell einer Präsidialrepublik übergehen wollen. Deshalb will ich keine Erklärungen über meine Teilnahme an den Präsidentschaftswahlen abgeben“, sagte Timoschenko in einem Interview für die französische Zeitung ‚La Croix’“ nach Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur UNIAN.

    Seit 2006 ist die Ukraine eine Parlaments- und Präsidialrepublik. Experten zufolge müssen sich für eine Verfassungsänderung der Julia-Timoschenko-Block und die oppositionelle Partei der Regionen mit einer Mehrheit von über 300 Abgeordneten zusammenschließen. Dann würde der Regierungschef (nach Timoschenko "Kanzler") alle Machthebel bekommen.

    Falls es zwischen den beiden größten Parteien im Parlament zu keiner Einigung kommt, werden Präsidentenwahlen Anfang 2010 mittels Direktwahl stattfinden. Timoschenko und der Chef der Partei der Regionen, Viktor Janukowitsch, gelten als die Favoriten bei den Präsidentenwahlen.

    Der jetzige Präsident Viktor Juschtschenko will mit Beginn des Wahlkampfs im Sommer über seine Kandidatur entscheiden.

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