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    Moskau rechnet mit weiteren Gesprächen über Regelung in Darfur

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    MOSKAU, 07. März (RIA Novosti). Russland hofft, dass die Suche nach der Lösung des Problems der sudanesischen Provinz Darfur auf dem Verhandlungswege unter Teilnahme aller interessierten Seiten fortgesetzt wird. Das sagte der russische Vize-Außenminister Alexander Saltanow am Freitag bei einem Treffen mit den Botschaftern einer Reihe von afrikanischen Länden.

    Der Krieg in der sudanesischen Region Darfur, wo zahlreiche um ihre Unabhängigkeit ringende Gruppierungen den Regierungskräften und ihren Anhängern gegenüberstehen, dauert seit Februar 2003 an. Nach Angaben der UNO sind inzwischen mehr als 300 000 Menschen getötet worden. 2,7 Millionen mussten flüchten.

    Der UN-Sicherheitsrat hatte am 31. März 2005 die Resolution 1593 angenommen, der zufolge die Situation in Darfur dem Internationalen Strafgerichtshof (ICC) „zur Untersuchung der Verstöße gegen die Normen des humanitären Völkerrechtes“ überantwortet wurde.

    Anhand der Untersuchungsergebnisse hatte ICC-Oberstaatsanwalt Luis Moreno-Ocampo im Juli 2008 die Richter der Justizbehörde um einen Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Bürgerkrieg in Darfur ersucht. Die vorgerichtliche Kammer hat am Mittwoch einen Haftbeschluss gegen al-Bashir gefasst.

    „Wir hoffen, dass in dieser keineswegs einfachen Situation die Suche nach einer Lösung des Darfur-Problems von Khartum auf dem Verhandlungswege in Gemeinschaft mit der UNO, der Afrikanischen Union und den anderen interessierten Seiten fortgesetzt wird“, wird Saltanow vom Informations- und Presseamt des russischen Außenministeriums zitiert.

    Zum ICC-Beschluss sagte der russische Vize-Außenminister, Moskau teile die Besorgnis der afrikanischen und der arabischen Gemeinschaft über mögliche negative Folgen dieses Schrittes für die friedliche Regelung im Sudan.

    Die afrikanischen Botschafter verwiesen ihrerseits auf die ablehnende Haltung der arabisch-afrikanischen Welt gegen die Entscheidung des Internationalen Strafgerichtshofes, die sich auf die Situation im Sudan und außerhalb des Landes sehr negativ auswirken könne.

    Laut der in Afrika vertretenen Auffassung ist diese Entscheidung gegen die souveränen Rechte und die legitimen Interessen nicht nur des Sudan, sondern auch der anderen Staaten der Region gerichtet, hieß es.

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