11:23 15 November 2018
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    Chavez stellt Coca-Cola Ultimatum

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    Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat US-Getränkekonzern Coca-Cola das Ultimatum gestellt, binnen zwei Wochen sein Grundstück in der Hauptstadt Caracas zu räumen.

    MOSKAU, 10. März (RIA Novosti). Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat US-Getränkekonzern Coca-Cola das Ultimatum gestellt, binnen zwei Wochen sein Grundstück in der Hauptstadt Caracas zu räumen.

    Wie lateinamerikanische Medien berichten, war Chavez vorige Woche darüber informiert worden, dass der mexikanische Lizenznehmer von Coca-Cola ein 10 000 Quadratmeter großes Grundstück im Westen der Hauptstadt als Lager und Lkw-Parkplatz nutzt. Chavez reagierte empört: Der Boden in Venezuela müsse dem Volk gehören. „Ich gebe Coca-Cola zwei Wochen, um das Grundstück zu räumen. Anderenfalls muss das Unternehmen den venezolanischen Markt verlassen“, sagte Chavez in seiner wöchentlichen Sendung "Alo, Presidente".

    Er verwies auf einen akuten Mangel an freien Flächen in Caracas. „Geht mit ihren Lkws lieber in die Savanne. 100 Kilometer südlich gibt es Millionen Hektar freies Land“, sagte der Präsident. Auf dem Grundstück, auf dem jetzt Coca-Cola-Lieferwagen stehen, wolle er Wohnhäuser für Arme errichten.

    Der Coca-Cola-Konzern, der rund 8 000 Menschen in Venezuela beschäftigt, erklärte sich inzwischen bereit, das Grundstück in Caracas aufzugeben. Das Unternehmen wolle mit der venezolanischen Regierung zusammenarbeiten und deren Vorschläge prüfen, hieß es.

    Davor mussten bereits viele ausländische Unternehmen in Venezuela ihre Grundstücke an den Staat abtreten. Vergangene Woche ließ Chavez die Eukalyptusplantagen eines irischen Pappenherstellers enteignen. Außerdem ordnete er die Verstaatlichung einer Reisfabrik des US-Lebensmittelkonzerns Cargill an.

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