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    Wirtschaft fordert Russland und USA zu mehr Kooperation auf

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    Der russische Industriellen- und Unternehmerverband (RSPP) und die US-Handelskammer haben die Regierungen beider Staaten aufgerufen, die Wirtschaftszusammenarbeit zu intensivieren und neue politische Risiken zu vermeiden.

    WASHINGTON, 13. März (RIA Novosti). Der russische Industriellen- und Unternehmerverband (RSPP) und die US-Handelskammer haben die Regierungen beider Staaten aufgerufen, die Wirtschaftszusammenarbeit zu intensivieren und neue politische Risiken zu vermeiden.

    „Angesichts der globalen Finanzkrise ist es wichtig, keine neuen politischen Risiken zuzulassen, die sich negativ auf die Entwicklung der Finanzsysteme auswirken könnten“, heißt es in einer Erklärung beider Seiten hervor, die bei RIA Novosti eingegangen ist. Eine Delegation russischer Großunternehmer unter Leitung von RSPP-Chef Alexander Schochin besucht derzeit die USA.

    „Ein Rückgang der Geschäftsaktivitäten und eine nachlassende Attraktivität für Investitionen wären die möglichen Folgen unabgestimmter politischer Schritte, die die Interessen der Wirtschaftsgemeinschaft nicht berücksichtigen.“

    Eine engere Zusammenarbeit würde dagegen zu einer Verbesserung der Wirtschaftssituation nicht nur in Russland und den USA, sondern auch in Europa beitragen.

    Die Unternehmenskreise beider Staaten „stellen ein gigantisches Entwicklungspotential der russisch-amerikanischen Beziehungen in der Wirtschaft und im Investitionsbereich fest, äußern aber zugleich ihre Unzufriedenheit mit dem jetzigen Stand der Zusammenarbeit zwischen Russland und den USA“, heißt es in der Erklärung. Angesichts der globalen Finanzkrise „können wir es uns einfach nicht leisten, dieses Potential zu ignorieren“.

    Wichtige Voraussetzungen für eine stärkere Kooperation seien der Beitritt Russlands zur Welthandelsorganisation (WTO) und die Wiederherstellung eines Dialogs zwischen den Regierungen. „Eine Einbeziehung Russlands ins globale WTO-Handelssystem würde sowohl für die russische Wirtschaft als auch für den generellen Kampf für die Gesundung der Wirtschaft förderlich sein.“

    Beide Seiten wollen die Bemühungen um einen neuen bilateralen Vertrag über den gegenseitigen Investitionsschutz unterstützen. „Ein solcher Vertrag würde die Stabilität und Kalkulierbarkeit des Systems der bilateralen Beziehungen im Wirtschafts- und Investitionsbereich vergrößern. Dieser neue Vertrag könnte zu einem unveräußerlichen Teil der erweiterten strategischen Partnerschaft zwischen den USA und Russland werden.“

    Außerdem sprachen sich die russischen und amerikanischen Unternehmer für eine umfassende Entwicklung der Energiezusammenarbeit aus.

    Am Donnerstag hatte sich die russische Delegation mit US-Vizepräsident Joe Biden getroffen. „RSPP-Präsident Alexander Schochin stellte bei der Begegnung fest, dass eine Verbesserung der russisch-amerikanischen Beziehungen davon abhängt, ob es den Seiten gelingt, die militärpolitische Zusammenarbeit durch die wirtschaftliche Kooperation zu ergänzen“, heißt es. „Große Investitionsprojekte, die für beide Seiten von strategischem Interesse wären, könnten helfen, die vorhandenen Probleme zu lösen.“

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