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    Solana: EU übernimmt Geleit von Schiffen unter UN-Flagge im Golf von Aden

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    BRÜSSEL, 13. März (RIA Novosti). Schiffe der Kriegsmarine der Mitgliedsländer der Europäischen Union, die zur Bekämpfung der somalischen Piraten unter der Tarnbezeichnung „Atalanta“ eingesetzt werden, sind bereit, die unter UN-Flagge laufenden Transportschiffe im Golf von Aden zu geleiten, teilte Javier Solana, EU-Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik, mit.

    Die Operation der europäischen Kriegsmarine „Atalanta“ läuft im Golf von Aden seit Dezember 2008. Daran nehmen Kriegsschiffe und Militärflugzeuge unter den Flaggen Großbritanniens, Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Spaniens und Griechenlandes teil.

    Das allgemeine Kommando der Operation „Atalanta“ hat ein Vertreter der britischen Kriegsmarine inne.

    „Ich habe unlängst ein Schreiben an den UN-Generalsekretär Ban Ki Moon mit der Bestätigung unserer Bereitschaft gerichtet, den Schutz der Schiffe unter UN-Flagge auf See zu gewährleisten“, zitiert der Pressedienst Solana.

    Wie Solana mitteilte, habe eine Reihe von Drittländern, darunter Kroatien und die Schweiz, die Absicht, sich der Operation „Atalanta“ anzuschließen.

    Ihm zufolge geleiteten Kriegsschiffe der EU-Länder in den vier Monaten der Operation 15 Transportschiffe des UNO-Welternährungsprogramms, die Güter mit einem Gesamtgewicht von 81 000 Tonnen beförderten.

    Für eine sichere Schifffahrt im Golf von Aden rät das Kommando der „Atalanta“ allen Schiffen, die sich auf die Fahrt im Golf vorbereiten, per Internet das Kommando vorab zu informieren.

    Nach Angaben des Internationalen Maritimen Büros gelang es den somalischen Piraten, in den ersten zwei Monaten dieses Jahres insgesamt 13 Prozent der von ihnen angegriffenen Schiffe zu kapern, während ihre Erfolgsquote im vorigen Jahr bei 38 Prozent lag.

    Dabei nahm die Zahl der Piratenüberfälle zu.

    Die somalischen Behörden können dem Problem der Piraterie wegen des bereits seit über 15 Jahren andauernden Bürgerkrieges im Land nicht beikommen.

    Nach UNO-Angaben wurden im vergangenen Jahr 120 Überfälle der Seeräuber auf Handelsschiffe an der Küste des Hornes von Afrika registriert.

    Experten schätzen das „Einkommen“ der Piraten im vorigen Jahr auf 150 Millionen US-Dollar.

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