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    Aserbaidschan rüstet massiv auf

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    BAKU, 13. März (RIA Novosti). Aserbaidschan hat im vergangenen Jahr seine Rüstungsausgaben um 65 Prozent gegenüber 2007 auf umgerechnet 1,67 Milliarden US-Dollar aufgestockt.

    Das teilte der Vizepremier des südkaukasischen Staats, Jagub Ejubow, am Freitag vor dem Parlament in Baku mit. Im vergangenen Jahr habe Aserbaidschan mit der Serienproduktion von 18 Waffentypen begonnen, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Nowosti-Aserbaidschan. Die Ausgaben seien im Auftrag des Präsidenten Ilcham Alijew gesteigert worden, um die Kampffähigkeit der aserbaidschanischen Armee zu erhöhen.

    Seit dem Zerfall der Sowjetunion befindet sich Aserbaidschan in einer andauernden Auseinandersetzung mit Nachbarstaat Armenien um Bergkarabach, ein Gebiet in Aserbaidschan, das mehrheitlich von Armeniern bewohnt wird. Nachdem sich Bergkarabach 1991 für unabhängig erklärt hatte, kam es zu einem blutigen Krieg mit rund 15 000 Toten und einer Million Flüchtlingen. Aserbaidschan verlor dabei die Kontrolle über Bergkarabach und sieben anliegende Regionen.

    Seit der Ausrufung der Waffenruhe im Jahr 1994 verbesserte sich die Situation nur unwesentlich. Bis heute gibt es keinen Durchbruch in den Beziehungen zwischen Armenien und Aserbaidschan. Seit 1992 bemüht sich die Minsker OSZE-Gruppe um die Beilegung des Konflikts. Ihre Ko-Vorsitzenden sind die USA, Russland und Frankreich.

    Aserbaidschan beteuert zwar sein Streben nach einer friedlichen Lösung des Konflikts, erklärt sich jedoch bereit, seine territoriale Einheit zu verteidigen.

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