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    Peking kritisiert Resolution von Europaparlament zu Autonomierechten für Tibet

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    Der Nationale Volkskongress der VR China - das höchste Staatsmachtorgan des Landes - hat am Freitag die Resolution des Europaparlaments zur Tibet-Frage scharf kritisiert, meldet die Nachrichtenagentur Xinhua.

    PEKING, 13. März (RIA Novosti). Der Nationale Volkskongress der VR China - das höchste Staatsmachtorgan des Landes - hat am Freitag die Resolution des Europaparlaments zur Tibet-Frage scharf kritisiert, meldet die Nachrichtenagentur Xinhua.

    Die europäischen Parlamentarier hatten am Donnerstag in Straßburg ein Dokument angenommen, in dem Peking aufgefordert wird, Tibet ein reales Autonomierecht zu gewähren und den Dialog mit dem Dalai-Lama aufzunehmen.

    Der Auswärtige Ausschuss des Nationalen Volkskongresses Chinas wirft dem Europaparlament Versuche vor, sich in die inneren Angelegenheiten der VR China einzumischen.

    „Wir sind äußerst unzufrieden und wenden uns kategorisch gegen die Handlungen, die die Beziehungen zwischen China und Europa untergraben, die Gefühle des chinesischen Volkes verletzen und eine versuchte Einmischung in die inneren Angelegenheiten der VR China bedeuten“, heißt es in einer Erklärung des Ausschusses.

    Im März 2008 hatte es in den vorwiegend von Tibetern bewohnten Regionen Chinas massive Unruhen zwischen den Anhängern der Unabhängigkeit Tibets und den Regierungskräften gegeben.

    Zuerst wurde das tibetische Verwaltungszentrum Lhasa von Gewalt erschüttert. Während der Krawalle wurden 19 Menschen getötet. Die Sachschäden beliefen sich auf 200 Millionen Yuan (28 Millionen US-Dollar). Die Welle der Gewalt rollte über die Provinz Gansu weiter, wo mindestens 260 Geschäftsläden, Restaurants und sonstige Privatunternehmen angegriffen wurden. 117 davon wurden total zerstört bzw. verbrannt. Die Sachschäden beliefen sich nach unvollständigen Angaben auf 230 Millionen Yuan (32 Millionen US-Dollar). Während der Unruhen wurden 94 Menschen verletzt, zehn davon schwer.

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