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    China: USA als einzige Weltmacht hat ausgedient

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    China lehnt wie Russland den Unilateralismus der USA und ihre Strategie der globalen Vorherrschaft ab. "Sowohl in Peking als auch in Moskau gilt die US-Strategie der ‚globalen Führerschaft' als nicht akzeptabel", sagte der Leiter des chinesischen Instituts für internationale strategische Forschungen, Generaloberst Xiong Guangkai, am Samstag auf einem Seminar zum Thema "Russland und China im neuen internationalen Umfeld", das bei Moskau stattfand.

    MOSKAU, 21. März (RIA Novosti). China lehnt wie Russland den Unilateralismus der USA und ihre Strategie der globalen Vorherrschaft ab.

    "Sowohl in Peking als auch in Moskau gilt die US-Strategie der ‚globalen Führerschaft' als nicht akzeptabel", sagte der Leiter des chinesischen Instituts für internationale strategische Forschungen, Generaloberst Xiong Guangkai, am Samstag auf einem Seminar zum Thema "Russland und China im neuen internationalen Umfeld", das bei Moskau stattfand.

    Die russische Regierung und Experten hatten mehrmals darauf verwiesen, dass die Weltgemeinschaft "die Illusionen über eine monopolare Welt loswerden müssen".

    So wurde die US-Politik im Sicherheitsbereich und in der Wirtschaft vom russischen Präsidenten Dmitri Medwedew im Oktober 2008 bei einem Forum im französischen Evian scharf kritisiert.

    Laut Guangkai, der einen Bericht über die Sicherheitskonzeption Chinas erstellt hat, sind die Multipolarität und die Globalisierung ein neuer Trend in der internationalen Politik und Wirtschaft. Deshalb existiere das Dreieck "China-Russland-USA", das durch ein Bündnis oder eine Konfrontation gekennzeichnet war, nicht mehr.

    Im nationalstaatlichen Interesse liege die Entwicklung eines gesunden Zusammenwirkens in den "trilateralen Beziehungen", die China, Russland und die USA, die gegeneinander oft intrigierten, hergestellt haben.

    Laut Guangkai sei das Ziel der Sicherheitskonzeption Chinas auf "gegenseitiges Vertrauen, gegenseitigen Nutzen, Gleichberechtigung und Zusammenwirken gerichtet". Dies entspreche den Hauptzielen und -prinzipien der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ), so der chinesische Experte.

    Weitere Themen des Seminars sind die Situation und die Entwicklungstendenzen in der Weltwirtschaft und der Weltpolitik, die Lage in Zentralasien und im Nahen Osten sowie die Entwicklung der SOZ.

    Das Treffen ist vom Rat für Außen- und Verteidigungspolitik, von der russischen Agentur für internationale Information RIA Novosti und vom Chinesischen Institut für internationale strategische Forschungen veranstaltet worden.

    Mitglieder der SOZ sind Russland, China, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Usbekistan. Die Mongolei, Iran, Indien, Pakistan, Afghanistan, G7-Länder und eine Reihe von internationalen Organisationen haben ein Beobachterstatus.