23:09 20 Juni 2018
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    Zentralasien wird atomwaffenfreie Zone

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    UNO, 21. Mürz (RIA Novosti). Der Vertrag über ein atomwaffenfreies Zentralasien, der am 8. September 2006 von Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan, Turkmenien und Usbekistan unterzeichnet worden war, ist am Samstag in Kraft getreten.

    Dies meldet der Pressedienst der UN.

    Die Unterzeichnerstaaten verpflichten sich, die Produktion, den Erwerb und die Stationierung von Atomwaffen und deren Teilen sowie atomarer Munition auf ihrem Territorium zu verbieten. Gleichzeitig erlaubt der Vertrag eine friedliche Entwicklung der Atomenergie.

    Atomwaffenfreie Zonen gibt es bereits in Lateinamerika, Afrika, im Asiatisch-Pazifischen Raum und in Südostasien, die insgesamt 100 Staaten einschließen.

    UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte die Entstehung der atomwaffenfreien Zone in Zentralasien, es sei die in der Region, wo früher Atomwaffen stationiert waren.

    "Dieser Vertrag verpflichtet erstmals die Teilnehmerstaaten, innerhalb von 18 Monaten nach seinem Inkrafttreten mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) Zusatzprotokolle über Garantien zu schließen und vollständig die Verpflichtungen aus dem Vertrag über das umfassende Verbot von Atomwaffentests zu erfüllen", heißt es in der Stellungnahme des UN-Generalsekretärs.

    Ban Ki Moon hob auch die Tatsache hervor, dass die atomwaffenfreie Zone in Zentralasien zwischen zwei Atomwaffenmächten - Russland und China - liegt und dass der Vertrag von allen fünf zentralasiatischen Republiken geschlossen worden war.

    Die Vereinten Nationen verweisen auch darauf, dass 1992 bereits mit der Mongolei ein Nachbarland Russlands und Chinas seinen atomwaffenfreien Status proklamierte, was in einer UN-Resolution verankert wurde.