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    Aufmärsche von SS-Veteranen in Lettland soll EU-Thema werden

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    Der Vizevorsitzende des belgischen Senatsausschusses für Auswärtige Beziehungen und Sicherheit, Roelants du Vivier, hat Belgiens Außenminister zu einer Stellungnahme in Bezug auf den Marsch von Veteranen der Waffen-SS in der lettischen Hauptstadt Riga aufgerufen.

    BRÜSSEL, 21. März (RIA Novosti). Der Vizevorsitzende des belgischen Senatsausschusses für Auswärtige Beziehungen und Sicherheit, Roelants du Vivier, hat Belgiens Außenminister zu einer Stellungnahme in Bezug auf den Marsch von Veteranen der Waffen-SS in der lettischen Hauptstadt Riga aufgerufen.

    Ein Marsch mit mehr als 100 Veteranen der Waffen-SS und deren Anhänger hatte am Montag erneut in Riga stattgefunden.

    "Ich habe einen Brief an Belgiens Außenminister gerichtet und ihn gebeten, Stellung zu dieser Aktion zu nehmen", sagte der Senator in einem Interview für RIA Novosti.

    Er äußerte seine Besorgnis, dass solche Veranstaltungen in Lettland sich wiederholen und "durch ihre Banalisierung eine Legalität erlangen". "Dieses Problem wird zu einer inneren Angelegenheit der EU und wir dürfen sie nicht außer Acht lassen", betonte du Vivier.

    Seit 1994 finden in Lettland am 16. März regelmäßig Märsche der ehemaligen SS-Legionäre statt. Bis 2001 war das Datum ein offizieller Staatgedenktag. Im Jahr 2001 wurde der Tag unter Präsidentin Vaira Vike-Freiberga gestrichen.

    Der diesjährige Marsch hatte trotz des Verbots der Behörden stattgefunden. Der belgische Senator verwies darauf, dass dabei die "Polizei tatenlos zugesehen hat".

    Auch ein entsprechendes Schreiben an den lettischen Botschafter in Belgien blieb ohne Antwort, in dem der Senator aufgerufen hatte, den Marsch nicht zu zulassen.

    "Ich habe keine Antwort bekommen, was einfach unhöflich ist", sagte du Vivier.

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