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    Nordkoreas Raketenstart: Reaktionen im UN-Sicherheitsrat gespalten

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    Der UN-Sicherheitsrat hat sich am Sonntagabend (Ortszeit) auf keine gemeinsame Reaktion auf den Raketenstart in Nordkorea einigen können.

    UNO / NEW YORK, 06. April (RIA Novosti). Der UN-Sicherheitsrat hat sich am Sonntagabend (Ortszeit) auf keine gemeinsame Reaktion auf den Raketenstart in Nordkorea einigen können.

    Eine Resolution, die Nordkoreas Vorgehen verurteilen und neue Sanktionen gegen Pjöngjang vorsehen würde, scheiterte an der festen Position Chinas und Russlands. Der Resolutionsentwurf war von den USA, Japan, Frankreich und Großbritannien vorgelegt worden.

    Die westlichen Länder vertreten die Ansicht, dass Nordkorea mit dem Start gegen die Resolution 1718 des UN-Sicherheitsrates vom Oktober 2006 verstößt, mit dem diesem Land jeder beliebige Einsatz von ballistischen Raketen verboten wird.

    Russland und China sind der Ansicht, dass es noch verfrüht ist, von einem Verstoß zu sprechen, weil die Resolution kein eindeutiges Verbot für den Start ziviler Satelliten vorsieht.

    Die amerikanisch-japanische Position wurde von zehn der 15 Mitgliedsländer des UN-Sicherheitsrates unterstützt, während Vietnam, Libyen und Uganda neben Russland und China für eine zurückhaltende Reaktion auf den Raketenstart plädierten.

    Die Verfasser des Resolutionsentwurfs legten dieses Dokument nicht einmal zur Diskussion vor, weil Moskau und Peking, die im Sicherheitsrat das Veto-Recht haben, die Unzulässigkeit voreiliger und radikaler Schritte betont hatten.

    Zuvor hatte Pjöngjang mit seinem Austritt aus den sechsseitigen Verhandlungen über das nordkoreanische Nuklearprogramm gedroht, an dem beide koreanische Staaten sowie Russland, die USA, China und Japan teilnehmen.

    Nun steht eine längere Diskussion zu dieser Frage in der UNO bevor, die nach Ansicht von Diplomaten aus verschiedenen Delegationen bis Ende dieser Woche dauern könnte.

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