23:44 11 Dezember 2017
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    Russlands Außenminister sieht neue Kultur im Dialog Russland - USA entstehen - MEHR

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    Nach den Verhandlungen zwischen den Präsidenten Russlands und der USA, Dmitri Medwedew und Barack Obama, kann man von einer neuen Kultur des Dialogs zwischen beiden Ländern sprechen.

    MOSKAU, 09. April (RIA Novosti). Nach den Verhandlungen zwischen den Präsidenten Russlands und der USA, Dmitri Medwedew und Barack Obama, kann man von einer neuen Kultur des Dialogs zwischen beiden Ländern sprechen.

    Das stellte Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Donnerstag in einem Interview für RIA Novosti, den Fernsehsender Russia Today und den Rundfunksender "Stimme Russlands" fest.

    Der Minister bewertete den ersten russisch-amerikanischen Gipfel am 1. April in London als "überaus konstruktiv". "Bei diesem Treffen kann man unbedingt von der Entstehung einer neuen Atmosphäre in den russisch-amerikanischen Beziehungen und einer neuen Kultur des Dialogs sprechen", fügte Lawrow hinzu.

    "Einer von gegenseitigem Respekt geprägten Kultur, die voraussetzt, dass die Seiten bemüht sein werden, nicht nur einander zuzuhören, sondern auch einander wahr zu nehmen."

    Lawrow hob hervor, dass beide Seiten auf die Notwendigkeit praktischer Ergebnisse konzentriert sind. "Dies ist meines Erachtens das wichtigste positive Signal, das die jetzige Etappe der russisch-amerikanischen Beziehungen sich von den vorangegangenen Jahren unterscheidet und das, wie ich hoffe, dazu führen wird, dass wir die richtigen Worte, die wir artikulieren, auch in praktische Taten umsetzen", hieß es.

    Zu dem Begriff "Reset", der heute für die Bezeichnung der neuen Etappe in den russisch-amerikanischen Beziehungen oft gebraucht wird, meinte der Minister: "Ich würde es dennoch vorziehen, dass die Begriffe und Losungen nicht das Wesen der Beziehungen ersetzen. Wir sind weit davon entfernt, bei allen Fragen im russisch-amerikanischen Zusammenwirken beim Nullpunkt anzufangen. In diesen Beziehungen ist viel Positives akkumuliert worden, das größte Problem bestand aber darin, dass die Worte und die Taten nicht übereinstimmten."

    "Die Worte waren zwar größtenteils richtig, später aber wurden diese Worte, selbst wenn diese in Abmachungen gefaßt wurden, in der Regel nicht in die Tat umgesetzt", sagte er.

    Der Minister verwies auf das russisch-amerikanische Zusammenwirken bei allen internationalen Problemen: "Das sind Afghanistan, die Situation um das iranische Nuklearprogramm, das Nuklearproblem der Halbinsel Korea - all das sind Fragen, bei denen wir mit den Amerikanern zusammenwirken. Natürlich ist in unserem Dialog auch das Thema des postsowjetischen Raums präsent."