03:21 17 Dezember 2017
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    Moskau befürchtet „Erbitterung“ Pjöngjangs bei neuen Sanktionen

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    Neue UN-Sanktionen gegen Nordkorea wegen seines jüngsten Raketenstarts könnten eine „unverhältnismäßige“ Reaktion Pjöngjangs provozieren, warnt das russische Außenministerium.

    MOSKAU, 09. April (RIA Novosti). Neue UN-Sanktionen gegen Nordkorea wegen seines jüngsten Raketenstarts könnten eine „unverhältnismäßige“ Reaktion Pjöngjangs provozieren, warnt das russische Außenministerium.

    Die bereits verabschiedeten UN-Resolutionen zu Nordkorea reichen nach Ansicht Moskaus vorerst aus, sagte Andrej Nesterenko, Sprecher des Außenministeriums, am Donnerstag vor Journalisten.

    „Die Verschärfung der Sanktionen wird möglicherweise das Gegenteil von dem bewirken, was angestrebt wird. Diese Verschärfung kann den Sechs-Parteien-Gesprächen unwiederbringlich schaden, aber auch Nordkorea weiter isolieren und erbittern, unverhältnismäßige Gegenmaßnahmen seitens Pjöngjangs provozieren“, hieß es.

    An den zurzeit ausgesetzten Sechs-Parteien-Gesprächen über das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm nehmen neben Nord- und Südkorea auch Russland, Japan, China und die USA teil.

    Eine geeignete internationale Reaktion auf den nordkoreanischen Raketenstart wäre laut Nesterenko eine Erklärung des amtierenden Vorsitzes im UN-Sicherheitsrat. In dieser Erklärung sollte Besorgnis über den Raketenstart ausgedrückt und Nordkorea zur Einhaltung der bestehenden US-Resolutionen gemahnt werden, hieß es.

    Am 5. April hatte Nordkorea einen erfolgreichen Satellitenstart gemeldet. Westliche und japanische Experten vermuten jedoch, dass damit eine Interkontinental-Rakete getestet wurde.