17:55 16 Dezember 2017
SNA Radio
    Politik

    Früherer OPEC-Chef: Russland tut ungenügend für Stabilisierung der Ölpreise

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0

    Russland und andere unabhängige Ölproduzenten unterstützen die OPEC nicht bei der Stabilisierung der Preise. Das sagte der algerische Energie- und Bergbauminister Chakib Khelil.

    ALGERIEN, 09. April (RIA Novosti). Russland und andere unabhängige Ölproduzenten unterstützen die OPEC nicht bei der Stabilisierung der Preise. Das sagte der algerische Energie- und Bergbauminister Chakib Khelil.

    „Wir haben bislang keine Unterstützung von Seiten Russlands zu verzeichnen. Ich glaube, dass auch in Zukunft nicht mit einer Unterstützung zu rechnen ist“, sagte Khelil, der bis September 2008 OPEC-Präsident war, in einem Interview mit RIA Novosti. Darüber werde viel geredet, es folgten jedoch keine Taten.

    Als die OPEC Ende vergangenen Jahres die Ölproduktion deutlich gedrosselt und den Ölmarkt stabilisiert habe, hätten die wichtigsten Ölproduzenten außerhalb des Kartells, Norwegen, Mexiko und Russland, keine entsprechenden Schritte unternommen.

    Im zweiten Halbjahr 2008 war der Ölpreis auf dem Weltmarkt von 150 auf 32,4 Doller je Barrel (159 Liter) gefallen. Daraufhin reduzierten die OPEC-Staaten die Tagesproduktion von Erdöl um 4,2 Millionen Barrel, was eine Stabilisierung der Preise bei 40 bis 50 Dollar möglich machte.

    Die OPEC habe damit einen Preisverfall auf 20 Dollar je Barrel verhindert, während Russland und die anderen Öllieferanten weiter verdient haben, stellte Khelil fest. Nach dem Treffen der OPEC-Ölminister im algerischen Oran im Dezember habe das Kartell von Russland Beistand erwartet, was nicht geschehen sei. Bislang würden sich die Kontakte zwischen der OPEC und Russland auf den Meinungs- und Erfahrungsaustausch beschränken, sagte er.

    Zur OPEC gehören zwölf Staaten, auf die 40 Prozent der weltweiten Ölproduktion entfallen. Täglich fördern sie insgesamt 24,8 Millionen Barrel.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren