01:21 11 Dezember 2017
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    Pipeline-Bruch: Turkmenien macht russischen Gasabnehmer verantwortlich

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    ASCHCHABAD, 09. April (RIA Novosti). Turkmenien hat das russische Gasunternehmen Gasexport (Tochter des Staatskonzerns Gazprom) für die heutige Pipeline-Panne verantwortlich gemacht, die zu einem Ausfall der Lieferungen aus Turkmenien nach Russland geführt hatte.

    Am Pipeline-Abschnitt Dowletabat-Derjalyk war in der Nacht zum Donnerstag ein Brand ausgebrochen. Die Reparatur soll nach turkmenischen Angaben zwei bis drei Tage in Anspruch nehmen.

    Das turkmenische Außenministerium teilte am Donnerstag mit, dass das russische Unternehmen Gasexport am 8. April ohne vorhergehende Ankündigung die Gasabnahme aus der Pipeline drastisch verringert habe. Als Folge sei es zu einer Panne gekommen, die Menschen und Umwelt gefährdet habe. Außerdem warf Turkmenien Gasexport vor, „grob“ gegen den Vertrag verstoßen zu haben.

    Der russische Gazprom-Konzern, der das turkmenische Gas zum Teil nach Europa weiterverkauft, hatte bereits versichert, dass die Panne die Lieferungen an die Kunden nicht beeinträchtigen würde.

    Russland ist einer der größten Abnehmer des turkmenischen Gases. Im vergangenen Jahr hatte Turkmenien über 47 Milliarden Kubikmeter Erdgas exportiert. Die Fördermenge betrug dabei 70,5 Milliarden Kubikmeter. In diesem Jahr will das zentralasiatische Land die Gasproduktion auf mindestens 75 Milliarden Kubikmeter und die Exporte auf 51 Milliarden Kubikmeter steigern.