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    EU über Rumäniens Pläne für Einbürgerung von einer Million Moldawiern besorgt

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    Das EU-Vorsitzland Tschechien hat seine Besorgnis über die Absicht Rumäniens bekundet, einer Million Moldawiern die rumänische Staatsbürgerschaft zu gewähren.

    BRÜSSEL, 17. April (RIA Novosti). Das EU-Vorsitzland Tschechien hat seine Besorgnis über die Absicht Rumäniens bekundet, einer Million Moldawiern die rumänische Staatsbürgerschaft zu gewähren.

    Der tschechische Vizepremier Alexander Vondra "hat bei seinem Treffen mit dem rumänischen Außenminister Cristian Diaconescu eine gewisse Besorgnis über die damit verbundenen eventuellen Risiken" geäußert, die infolge einer vereinfachten Gewährung der rumänischen Staatsbürgerschaft entstehen könnten", sagte Michaela Jelinkova, Pressesprecherin des tschechischen Vizeregierungschefs, am Freitag in einem RIA-Novosti-Gespräch.

    Die Zeitung "The Financial Times" hatte am Vortag mitgeteilt, dass Rumäniens Präsident Traian Basescu in seiner Rede am Dienstag im Parlament die Bereitschaft geäußert habe, bis zu einer Million Bürgern Moldawiens die rumänische Staatsbürgerschaft zu gewähren. Zu diesem Zweck ersuchte er die Regierung, das Gesetz über die Staatsbürgerschaft dringend zu ändern.

    Nach den Krawallen am 7. April in der moldauischen Hauptstadt Chisinau, bei denen unter anderem der Anschluss Moldawiens an Rumänien gefordert wurde, wurden Rumäniens Botschafter und eine Gruppe von rumänischen Journalisten des Landes verwiesen. Außerdem wurde die Visapflicht für den Reiseverkehr zwischen den Nachbarländern Moldawien und Rumänien eingeführt.

    Chisinau wirft den rumänischen Behörden vor, die innenpolitische Krise in Moldawien provoziert zu haben.

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