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    Medwedew: Nato-Übung in Georgien droht mit Komplikationen - MEHR

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    Die Entscheidung der Nato, eine Übung in Georgien durchzuführen, trägt nicht zur Annäherung mit Russland bei und droht mit Komplikationen. Das sagte der russische Präsident Dmitri Medwedew am Freitag.

    BARWICHA, 17. April (RIA Novosti). Die Entscheidung der Nato, eine Übung in Georgien durchzuführen, trägt nicht zur Annäherung mit Russland bei und droht mit Komplikationen. Das sagte der russische Präsident Dmitri Medwedew am Freitag.

    Wenn ein Militärblock Übungen in einem Gebiet durchführe, wo es erst vor kurzem große Spannungen gegeben habe, „droht das mit diversen Komplikationen“, führte der russische Staatschef aus.

    Die Entscheidung der Nato sei enttäuschend und trage nicht zur „Wiederaufnahme von vollwertigen Kontakten“ zwischen der Russischen Föderation und der Nato bei. „Wir werden aufpassen, was dort vor sich gehen wird, und bei Bedarf entsprechende Entscheidungen treffen.“

    Medwedew schlug vor, sich vorzustellen, was passieren würde, wenn ein solches Militärmanöver in einer anderen „Spannungsregion“ stattfinden würde: im Nahen Osten oder auf der Koreahalbinsel. Die Nato-Übung ziele darauf ab, militärische Muskeln zu zeigen und „die militärische Komponente aufzustocken“, sagte er. „In der (jetzigen) Situation, in der alle ohnehin angespannt sind, erscheint diese Entscheidung als kurzsichtig und nicht partnerschaftlich.“

    Die multinationale Nato-geführte Übung „Cooperative Longbow 09/Cooperative Lancer 09“ soll vom 6. Mai bis 1. Juni in Georgien stattfinden. Nato-Sprecher Robert Pszczel sagte am Donnerstag zu RIA Novosti in Brüssel, es handle sich um eine Stabsübung, so dass weder Waffen noch Kriegstechnik zum Einsatz kommen würden.

    Georgien hatte im vergangenen August Truppen in seine abtrünnige Provinz Südossetien geschickt, um diese zurückzuerobern. Der Angriff, bei dem die südossetische Hauptstadt Zchinwali weitgehend zerstört wurde, kostete nach südossetischen Angaben Hunderte Zivilisten das Leben. Auch wurden 66 russische Friedenssoldaten getötet.

    Die georgische Armee wurde von russischen Truppen aus Südossetien verdrängt. Die Nato warf Russland unverhältnismäßige Gewaltanwendung vor und legte die Zusammenarbeit mit Moskau auf Eis. Die Nato-Außenminister beschlossen erst in diesem März eine vollständige Wiederaufnahme der Beziehungen mit Russland.

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