21:45 16 Januar 2018
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    Serbien sagt Teilnahme an Nato-Übung in Georgien ab

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    Serbien sagt seine Teilnahme am bevorstehenden Nato-Manöver in Georgien ab. Das berichteten der serbische Radiosender B-29 und die Belgrader Zeitung „Blic“.

    MOSKAU, 27. April (RIA Novosti). Serbien sagt seine Teilnahme am bevorstehenden Nato-Manöver in Georgien ab. Das berichteten der serbische Radiosender B-29 und die Belgrader Zeitung „Blic“.

    „Unsere Armeeangehörigen reisen nicht nach Georgien. Wir haben das bereits gegenüber dem russischen Botschafter in Belgrad bestätigt“, zitierte „Blic“ einen nicht näher bezeichneten Mitarbeiter des serbischen Außenministeriums.

    Serbien wollte im Rahmen des Individuellen Nato-Partnerschaftsprogramms (IPP) Soldaten zum Manöver in Georgien entsenden. Nach dem Kaukasus-Konflikt sprach sich das serbische Außenministerium jedoch dagegen aus, so der Sprecher. „Das Verteidigungsministerium stimmte dieser Position zu. Nun wird die Regierung in ihrer nächsten Sitzung Änderungen am IPP beschließen, weil die Teilnahme an Militärübungen keine erstrangige Bedeutung für unsere Verteidigung hat.“ Das Programm müsse an die außenpolitischen Realitäten angepasst werden, hieß es. Nach Angaben aus anderen Quellen verzichtet Serbien aus Sparsamkeitsgründen auf die Teilnahme an der Übung, so „Blic“ weiter.

    Die multinationale Übung „Cooperative Longbow 09/Cooperative Lancer 09“ soll vom 6. Mai bis 1. Juni in Georgien stattfinden. Daran werden rund 1300 Soldaten aus Nato-Mitglieds- und Partnerstaaten teilnehmen. Nato-Sprecher Robert Pszczel sagte, dass bei der Übung weder Waffen noch Kriegstechnik zum Einsatz kommen würden.

    Der russische Präsident Dmitri Medwedew kritisierte, dass die bevorstehende Übung nicht zur Annäherung mit Russland beitrage und mit Komplikationen drohe. Der russische Nato-Botschafter Dmitri Rogosin warnte, dass der georgische Präsident Michail Saakaschwili während der bevorstehenden Nato-Übung in seinem Land zu Provokationen gegen Abchasien und Südossetien greifen könne. Er rief die Nato offiziell auf, auf die Übung zu verzichten.

    Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer dagegen äußerte, dass sich das Manöver nicht gegen Russland richte.

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