18:54 22 August 2017
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    Pristina: Moskau soll Belgrad von Plänen gewaltsamer Lösung des Kosovo-Problems abbringen

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    Russland sollte das Kosovo anerkennen und Belgrad von der Notwendigkeit überzeugen, keine Gewalt bei der Lösung des Kosovo-Problems anzuwenden.

    PRISTINA, 28. April (RIA Novosti). Russland sollte das Kosovo anerkennen und Belgrad von der Notwendigkeit überzeugen, keine Gewalt bei der Lösung des Kosovo-Problems anzuwenden.

    Das sagte der Kosovo-Vizeregierungschef Hajredin Kuci am Dienstag in Pristina bei einem Treffen mit Journalisten aus der Ukraine, Russland, Weißrussland und Moldawien. Russland könnte diese zwei Dinge tun. "Die Führung des Kosovo betrachtet Russland als einen befreundeten Staat ... Wir sind dankbar dafür, was Russland für uns im Kosovo früher getan hat. Russland kann eine überaus große Rolle in der Balkan-Region spielen."

    Zur Anerkennung des Kosovo durch andere Länder im postsowjetischen Raum, darunter durch die Ukraine, sagte Kuci: "Der Einfluss Russlands in dieser Region ist sehr stark. Wir wissen, dass es zwischen der Ukraine und Russland zu Problemen kommt, darunter in der Gaswirtschaft. Aber wir wissen auch, dass die Ukraine ein unabhängiger Staat ist, und rechnen damit, dass Kiew eine unabhängige Politik betreibt. Wir haben der Ukraine vorgeschlagen, das Kosovo anzuerkennen, und hoffen darauf, dass sie das tun wird."

    Auf einen Vergleich zwischen dem Fall Kosovo und der Situation um Abchasien und Südossetien angesprochen, sagte der Kosovo-Vizeregierungschef, der Fall seines Landes sei einmalig. Dabei wich Kuci der Antwort auf die Frage, ob Pristina Abchasien und Südossetien anerkennen könnte, aus. "Das Kosovo wird auch nicht dem Staatsverband Albaniens beitreten, weil die Kosovo-Verfassung die Integration in andere Länder nicht vorsieht." Kuci sagte ferner, dass das Kosovo auch NATO-Mitglied werden wolle.

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