15:06 19 August 2017
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    Kosovos Vize-Premier fordert serbische Bevölkerung zur Zusammenarbeit auf

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    PRISTINA, 28. April (RIA Novosti). Der Vize-Premier des Kosovo, Hairedin Kuci, erkennt die Probleme der serbischen Bevölkerung der Region an und ruft die Serben zur Zusammenarbeit für die Regelung der bestehenden Fragen auf.

    „Wir wollen nicht sagen, dass die Situation in diesem Beriech sehr gut sei. Wenn aber die Serben mit der Kosovo-Regierung zusammenarbeiten würden, würden sie mehr Rechte haben“, sagte Kuci am Dienstag in Pristina bei einem Treffen mit Journalisten aus der Ukraine, Russland, Weißrussland und Moldawien.

    Laut dem Vize-Premier betrachten die Kosovo-Behörden die serbische Bevölkerung des Kosovo als Bürger ihres Landes.

    „Wir bemühen uns tagtäglich um eine Verbesserung der Situation im Land - auch für die Einwohner des nördlichen Kosovo, die von Belgrad mitunter unter Druck gesetzt werden. Sie fühlen sich nicht wohl im Kosovo, aber die meisten von ihnen arbeiten mit uns zusammen“, sagte Kuci.

    Ihm zufolge sind 18 Prozent des Kosovo-Staatshaushaltes für die serbischen Gemeinden bestimmt.

    Die Kosovo-Behörden rechneten damit, dass die Völkergemeinschaft Belgrad beeinflussen und es dazu bringen werde, die Integration der Serben in die Kosovo-Gesellschaft nicht zu behindern, sagte Kuci.

    Die serbische Bevölkerung des Kosovo müsse sich am politischen Leben des Kosovo beteiligen, um ihre Rechte wahrzunehmen und ihre Probleme zu lösen, sagte der Vize-Premier.

    „Die Serben beteiligen sich seit 1999 nicht mehr an unseren Wahlen, selbst nicht an den Kommunalwahlen“, sagte der Kosovo-Politiker. Eben darauf sei das Problem der Vertretung der serbischen Bevölkerung im Parlament und in der Regierung des Kosovo zurückzuführen, sagte Kuci.

    Die albanischen Behörden des Kosovo hatten am 17. Februar 2008 mit Unterstützung der USA und führender EU-Länder einseitig die Unabhängigkeit von Serbien proklamiert. Serbien und Russland lehnen es ab, das Kosovo als unabhängigen Staat anzuerkennen. Sie begründen ihre Position damit, dass mit diesem einseitigen Schritt des Kosovo die Völkerrechtsnormen in grober Weise verletzt würden.

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