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    Sympathie für Rebellen? Chavez wehrt sich gegen US-Vorwürfe

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    Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat die Kritik der USA wegen der unzureichenden Terrorbekämpfung zurückgewiesen und Barack Obama erneut aufgerufen, die Blockade Kubas aufzuheben.

    MOSKAU, 02. Mai (RIA Novosti). Venezuelas Präsident Hugo Chavez hat die Kritik der USA wegen der unzureichenden Terrorbekämpfung zurückgewiesen und Barack Obama erneut aufgerufen, die Blockade Kubas aufzuheben.

    Das berichten venezolanische Medien am Samstag.

    Am Donnerstag hatte das US-Außenministerium in einem Bericht zum Terrorismus die „ideologische Sympathie“ von Chavez für linke aufständische Gruppierungen, was die „Zusammenarbeit zwischen Venezuela und Kolumbien im Kampf gegen den Terrorismus beschränkt“, sowie den mangelhaften Schutz der Grenzen kritisiert.

    Die Vorwürfe stießen bei Chavez auf Entrüstung, der die USA der Verleumdung bezichtigte.

    Die Wirtschaftsblockade Kubas durch die USA dauert seit mehr als 50 Jahren an. In dieser Zeit wurden mehr als 70 Prozent der Kubaner geboren. Obama hatte zuletzt einige Beschränkungen für Kuba mit der Forderung nach entgegenkommenden Schritten gelockert.

    „Im Namen des venezolanischen Volks lehne ich diese neue Aggression des US-Imperiums ab. Das sind Schmach und Schande sowie Aggression gegen unser Land“, sagte Chavez bei einer Mai-Demonstration.

    „Wenn es in der Welt ein Land gibt, das gegen die Völker der Welt mit gewaltsamen, illegalen, terroristischen Methoden im Laufe von über 100 Jahren auftritt, so sind das sicher die USA“, führte er aus.

    „Obama hat erklärt, er wünsche Wandlungen herbei. Aber es geht nicht um die Verhandlungen oder Lächeln, sondern um echte Taten…

    Zeigen Sie, dass Sie wirklich Wandlungen anstreben. Setzen Sie die wilde Blockade Kubas nicht fort. Wenn die Blockade nicht aufgehoben wird, so werden all diese Worte eine Lüge und eine große Farce sein“, betonte Chavez.

    Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela spitzen sich unter George W. Bush im September 2008 zu, als Chavez der US-Regierung vorwarf, sie organisiere Verschwörungen zum Sturz des Präsidenten Boliviens Evo Morales. Als Zeichen der Solidarität wies Chavez den US-Botschafter aus Venezuela.

    Nach dem Machtantritt Obamas erklärte sich Chavez mehrmals bereit, mit der neuen US-Administration zusammenzuarbeiten. Das erste Treffen der beiden Präsidenten fand im April auf dem Amerika-Gipfel in Trinidad und Tobago statt. Die Seiten einigten sich auf die Rückkehr des US-Botschafters nach Venezuela. Außerdem schenkte Chavez Obama das Buch des uruguayischen Autors Eduardo Galeano „Open Veins of Latin America“ (Offene Venen Lateinamerikas), das gleich zu einem Bestseller wurde.

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