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    Georgiens Opposition bezeichnet Militäraufstand als Spektakel - MEHR

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    Die georgische Opposition betrachtet den Ungehorsam des nahe Tiflis stationierten Panzerbataillons als eine Inszenierung.

    TIFLIS, 05. Mai (RIA Novosti). Die georgische Opposition betrachtet den Ungehorsam des nahe Tiflis stationierten Panzerbataillons als eine Inszenierung.

    „Wir haben Beweise dafür, dass das ein Spektakel ist, und wir werden sie vorlegen“, sagte Swiad Dsidsiguri von der Konservativen Partei am Dienstag. Salome Surabischwili, Parteichefin von „Georgiens Weg“, sprach von einer „virtuellen Realität“.

    „Es war ein Spektakel“, sagte Nino Burdschanadse, einst Parlamentschefin und Mitstreiterin von Präsident Michail Saakaschwili und heute Leiterin der oppositionellen „Demokratischen Bewegung für ein einheitliches Georgien“, am Dienstag auf einer Kundgebung in Tiflis. Sie warnte, die Armee in „politische Prozesse“ zu verwickeln. „Unser Oberbefehlshaber (Saakaschwili), der das Land in die August-Ereignisse verwickelt hatte, hat heute alles getan, um die georgische Armee erneut zu blamieren. Wir setzen alles daran, damit das absurde Theater in unserem Land beendet wird.“

    Der ehemalige georgische UN-Botschafter, Chef der oppositionellen „Allianz für Georgien“ Irakli Alassanija, bezeichnete den angeblichen Putschversuch als Provokation seitens der Regierung. „Wir schließen es völlig aus, dass die georgischen Soldaten sich an Russland verkaufen können.“

    David Ussupaschwili von der Republikanischen Partei bezeichnete die jüngsten Ereignisse als Versuch der Staatsführung, sich zu retten.

    Die Regierung des Kaukasus-Staates hatte am Dienstag nach eigenen Angaben einen Militärputsch verhindert. Ein georgisches Panzerbataillon soll sich geweigert haben, Befehle aus Tiflis anzunehmen.

    Der Aufstand wurde mit Festnahmen beendet, nachdem Präsident Saakaschwili vor Ort gepanzerte Kampffahrzeuge vorrücken ließ. Als mutmaßliche Drahtzieher wurden pensionierte Offiziere festgenommen, die Beziehungen zu russischen Geheimdiensten haben sollen.

    Der Kommandeur des aufständischen Bataillons, Mamuka Gorgischwili, sagte schließlich, seine Einheit habe sich zum gewaltlosen Ungehorsam entschieden, um die Staatsführung und die Opposition zum Dialog zu bewegen. Vor rund einem Monat hatte die Opposition mit massiven Protestaktionen gegen Saakaschwili begonnen.

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