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    Meuterei mit „russischer Spur": Top-Angeklagter verliert 20 Kilo

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    Nach der Militär-Meuterei nahe Tiflis melden die Ermittler neue Hinweise darauf, dass die Spur nach Russland führe. Ein Top-Verdächtiger protestiert indes mit ungewöhnlichen Mitteln gegen seine Festnahme.

    TIFLIS, 23. Mai (RIA Novosti). Nach der Militär-Meuterei nahe Tiflis melden die Ermittler „immer interessantere" Hinweise darauf, dass die Spur nach Russland führe. Ein Top-Verdächtiger protestiert indes mit einem Hungerstreik gegen seine Festnahme.

    Der wegen versuchten Staatsstreichs festgenommene Ex-Kommandeur der georgischen Nationalgarde, Generel Koba Kobaladse, sei seit 17 Tagen im Hungerstreik, sagte sein Anwalt Gela Nikolaischwili am Samstag zu RIA Novosti.

    „Trotzdem fühlt sich Kobaladse ziemlich munter... Wie es sich herausstellte, ist sein Organismus ziemlich stark. Vor der Festnahme hatte er 165 Kilo gewogen. Seitdem hat er 20 Kilo abgenommen", so der Anwalt. Sein Mandant gestehe seine Schuld nicht ein und protestiere mit dem Hungerstreilk gegen die illegitime Festnahme.

    Wie der Chef des Parlamentsausschusses für Verteidigung und Sicherheit, Giwi Targamadse, unterdessen mitteilte, wurden nach der Meuterei insgesamt 33 Personen festgenommen. „Die Ermittlungen treten in eine sehr interessante Phase ein", so Targamadse im georgischen Fernsehen.

    Die Meutere habe auf eine Destabilisierung im Land und womöglich auf den „Einmarsch russischer Besatzungstruppen in Georgien" abgezielt. Bei einem der Drahtzieher handle es sich um einen in St. Petersburg lebenden Unternehmer georgischer Abstammung, sagte Targamadse.

    In dieser Woche hatten die georgischer Behörden die Festnahme zweier weiterer Top-Verdächtigter gemeldet. Dabei sei es zu einem heftigen Feuergefecht in Tiflis gekommen.

    Anfang Mai hatte ein nahe Tiflis stationiertes Panzerbataillon den Ungehorsam erklärt. Der Bataillonskommandeur forderte georgischen Medienberichten zufolge einen Dialog zwischen der Staatsführung und der Opposition. Nach stundenlangen Gesprächen ließen sich die Soldaten entwaffnen. Wie es hieß, konnten einige mutmaßliche Organisatoren der Meuterei flüchten, auf sie wurde Kopfgeld ausgesetzt.

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