14:01 24 September 2017
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    Aserbaidschan erwägt Gaslieferungen nach Europa in Zusammenarbeit mit Russland

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    BAKU, 25. Mai (RIA Novosti). Aserbaidschan ist bereit, die Beziehungen zu Russland beim Transport von aserbaidschanischem Gas nach Europa auszubauen.

    Das sagte der aserbaidschanische Außenminister Elmar Mamedjarow in einem Interview für die Bakuer Nachrichtenagentur Trend News, das am Montag veröffentlicht wurde.

    „Es gibt mehrere Varianten des Transports von aserbaidschanischem Gas in die europäische Region. All diese Möglichkeiten sind offen. Es gibt die Möglichkeit, die Beziehungen mit Russland zu entwickeln“, antwortete der Außenminister auf die Frage, welche Hoffnung Baku auf das Projekt „Südkorridor“ (zu dem Anfang Mai auf dem EU-Gipfel in Prag eine Deklaration unterzeichnet worden war) und unter anderem auf die Gasleitung Nabucco setze.

    Zahlreiche andere Varianten müssen ausgehend von ihrer Zweckmäßigkeit, Stabilität und Voraussagbarkeit sorgfältig abgewogen werden, fügte Mamedjarow hinzu.

    Die Gasleitung Nabucco, die auf 7,3 Milliarden Dollar geschätzt wird, prädestiniert den mittelasiatischen und kaspischen Gastransport durch Aserbaidschan, Georgien, die Türkei, Bulgarien, Ungarn, Rumänien und Österreich in die europäischen Länder. Sie wird zur Fortsetzung der bereits gebauten Gaspipeline Baku-Tiflis-Ersurum werden und ist für den jährlichen Transport von 20 bis 30 Milliarden Kubikmetern Gas berechnet. Als potentielle Gaslieferanten für Nabucco werden Aserbaidschan, Iran, Turkmenien und der Irak genannt.

    Auf die Frage, ob für Aserbaidschan Schwierigkeiten im Zusammenhang mit der Teilnahme am EU-Programm „Ost-Partnerschaft“ entstehen könnten, antwortete Mamedjarow: „Ich sehe absolut keine Probleme. Denn die ‚Ost-Partnerschaft’ ist in erster Linie die Ausgestaltung aller gesammelten Erfahrungen bei den gegenseitigen Beziehungen zwischen Aserbaidschan einerseits und der Europäischen Union und europäischen Ländern andererseits, die nicht einmal der EU angehören.“

    „Mir scheint, dass die ‚Ost-Parnterschaft’, die wir als eine sehr interessante Perspektive für Aserbaidschan betrachten, unseren nationalen Interessen entspricht“, sagte der Minister.

    Dem EU-Programm „Ost-Partnerschaft“, das auf Initiative Polens und Schwedens angenommen und von den 27 EU-Ländern im Dezember 2008 auf dem Gipfel in Brüssel bestätigt wurde, gehören Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, die Ukraine und Weißrussland an.

    Das Ziel des Programms besteht darin, die genannten Länder ohne deren Aufnahme in die Organisation mit den EU-Standards in Einklang zu bringen. Das Programm sieht eine engere Partnerschaft dieser Länder mit der EU in Wirtschaft und Politik vor.

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