00:53 25 September 2017
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    Explosion bei TV-Sender in Tiflis: Entlarvender Dokumentarfilm als Ursache vermutet

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    Bei der Explosion einer Handgranate am Montag früh am Eingang zur unabhängigen Fernsehgesellschaft „Maestro“ in Tiflis ist nach eigenen Angaben niemand verletzt worden.

    TIFLIS, 25. Mai (RIA Novosti). Bei der Explosion einer Handgranate am Montag früh (um 02:00 MESZ) am Eingang zur unabhängigen Fernsehgesellschaft „Maestro“ in Tiflis ist nach eigenen Angaben niemand verletzt worden.

    Die Explosion, bei der die Eingangstür und die Ausrüstung beschädigt wurden, war während einer Live-Sendung deutlich zu hören.

    Der Oppositionsführer Lewan Gatschetschiladse hat in einem Live-Interview für „Maestro“ bestätigt, dass eine Handgranate geworfen worden war.

    Gatschetschiladse äußerte sein Befremden darüber, dass die Streifenpolizei mit 50 Minuten Verspätung am Ort des Vorfalls eintraf.

    Wie der Generaldirektor von „Maestro“, Mamuka Glonti, in einem kurzen Pressegespräch äußerte, kann die Explosion auf einen Dokumentarfilm über den Mord am Mitarbeiter der Vereinten Bank Georgiens Sandro Girgwliani zurückgeführt werden, der am Montagabend auf dem TV-Sender gezeigt wird. Girgwliani gehörte der georgischen Opposition an.

    Er war am 28. Januar 2006 auf dem Friedhof in einem Vorort von Tiflis tot aufgefunden worden. Vier Mordverdächtige waren am 6. März verhaftet und zu Freiheitsstrafen von sechseinhalb bis siebeneinhalb Jahren verurteilt worden.

    Die Familie von Girgwliani und viele Oppositionelle behaupten, die Verurteilten seien nur Ausführende des Verbrechens gewesen. Der Mord sei im Auftrag des Ex-Chefs des Pressedienstes des Innenministeriums, Guram Donadse, des ehemaligen Leiters des Departements für Verfassungssicherheit des Innenministeriums, Data Achalaja, des ehemaligen Chefs der Generalinspektion des Innenministeriums, Wasil Sanodse, und der Ehefrau des georgischen Innenministers, Tako Salakaja, begangen worden, hieß es.

    Laut Glonti wird in dem Dokumentarfilm gezeigt, „wie sich die Mörder Girgwlianis in dem so genannten Gefängnis ‚entspannen’“. Die geplante Vorführung des Filmes sei geheim gehalten worden. Glonti schloss ein Entweichen von Informationen nicht aus.

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