02:03 26 September 2017
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    Russlands Vizepremier erwartet weder neue Krise noch Arbeitslosigkeitswelle

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    MOSKAU, 25. Mai (RIA Novosti). Vizepremier Alexander Schukow zufolge wird Russland in diesem Jahr keine zweite Krisen- und Arbeitslosigkeitswelle erleben.

    Dennoch hat Schukow nach einer Konferenzschaltung unter Teilnahme der Leiter russischer Regionen vor der Presse zugegeben, dass die Zahl der Arbeitslosen im Lande weiter ansteigt.

    Nach den jüngsten Angaben der russischen Statistikbehörde beträgt die Arbeitslosenzahl gegenwärtig in Russland entsprechend der Methodologie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) 7,7 Millionen. "Die Gesamtzahl kann etwas zunehmen, wir gehen jedoch davon aus, dass es uns im Großen und Ganzen gelungen ist, die Situation auf dem Arbeitsmarkt zu ändern, und dass sie sich künftig verbessert", sagte Alexander Schukow zu den Journalisten.

    Am Montag teilte die Ministerin für Gesundheitswesen und Soziales, Tatjana Golikowa, während der Fernsprechkonferenz mit, die Regierung wird 2009 insgesamt 1 360 000 Bürgern helfen, die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt zu überwinden. Im Juni und Juli soll die staatliche Unterstützung jedoch revidiert werden, weil das Programm 2008 in einer anderen Situation angenommen worden war.

    Insgesamt hat die Regierung für die Stabilisierung des Arbeitsmarktes in diesem Jahr 25,4 Milliarden Rubel (umgerechnet 584 Millionen Euro) eingeplant, 40 Prozent davon sind in den Regionen bereits eingegangen.

    Golikowa zufolge lassen sich gegenwärtig 35 500 Bürger Russlands, denen eine Entlassung droht, mit finanzieller Hilfe des Staates umschulen, 412 000 Menschen sind zeitweilig beschäftigt, über 1 100 Russen haben sich für das staatlich finanzierte Umsiedeln in eine andere Region entschieden, wo sie eine Beschäftigung bekommen sollen. 4 000 Menschen haben beschlossen, Privatunternehmer zu werden, und eine staatliche Unterstützung für die Aufnahme der Unternehmertätigkeit bekommen.

    "Alle diese Programme haben die Situation auf dem Arbeitsmarkt wesentlich mitgeprägt", teilte die Ministerin mit. Freilich könne der Rückgang der Arbeitslosenzahl saisonbedingt sein. Sie mahnte die Regionschefs, die bereitgestellten Haushaltsmittel vernünftig zu verteilen, damit es Anfang 2010 keine Finanzierungslücken gibt.

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