16:27 26 September 2017
SNA Radio
    Politik

    Ermittlungen wegen Hunger-Genozid an Ukrainern eingeleitet

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 1 0 0
    KIEW, 25. Mai (RIA Novosti). Der präsidententreue ukrainische Inlandgeheimdienst SBU hat ein Ermittlungsverfahren wegen des Hunger-Genozids, des so genannten Golodomors, an den Ukrainern in der Stalin-Zeit eingeleitet.

    Das bolschewistische Regime habe von den 1920er Jahren an aktive Maßnahmen getroffen, um die Entstehung eines unabhängigen ukrainischen Staates zu verhindern, erklärte der SBU am Montag.

    Das Stalin-Regime habe die Bauern um ihre Getreidevorräte gebracht, den Agrarhandel in der Ukraine verboten und die Region mit Armeeeinheiten isoliert. „Die rechtswidrigen Maßnahmen zielten darauf ab, die Ukrainer als nationale Gruppe durch Aushungern zu töten“, hieß es.

    Diese Initiative des SBU ist selbst bei Russland-kritischen Politikern in Kiew auf Skepsis gestoßen. Gennadi Moskal von der Parlamentsfraktion NUNS sagte: „Gegen wen wird ermittelt? Gegen Tote? Wer hat diesen PR-Trick erfunden?“ Heute sei eine historische und politische, aber keine juristische Bewertung wichtig, so Moskal.

    Die Regierung in Moskau weist alle Vorwürfe um den Völkermord an den Ukrainern zurück. Nicht nur die Ukrainer, sondern alle ethnischen Gruppen seien von der Hungersnot und von weiteren Verbrechen des Stalin-Regimes betroffen gewesen, so der Kreml.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren