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    US-Denkfabrik rät ab von Eile bei US-Raketenschild

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    WASHINGTON, 28. Mai (RIA Novosti). Die USA sollten ihr Raketenabwehr-Projekt verschieben und nach Moskaus Meinung über die iranische Raketengefahr fragen, mahnt ein Expertenteam des amerikanischen Council on Foreign Relations.

    Das Expertenteam, dem einige ehemalige und derzeitige ranghohe US-Sicherheitsbeamte angehören, ruft in seinem am Donnerstag veröffentlichten Bericht die US-Regierung auf, Russlands Besorgnisse zu berücksichtigen und die Aufstellung von Raketenabwehranlagen in Europa zu verschieben, bis es endgültig feststeht, dass diese Aufstellung „notwendig und gerechtfertigt" ist.

    „Beratungen mit Russland und der EU sollen klären, ob die USA und Russland Wege finden können, um ein gemeinsames Raketenabwehrsystem aufzubauen. Die Verschiebung des US-Raketenabwehrprojekts wird zum Vertrauen bei diesem Dialog beitragen", hieß es.

    Russland und die EU sollten außerdem nach Auffassung der Experten die iranische Gefahr mitbewerten. Im Bericht wird auf Barack Obamas These hingewiesen, Washington könne auf seinen geplanten Raketenschild verzichten, falls die Regierung in Moskau Iran zum Stopp seines Raketen- und Atomprogramms bewege.

    Die USA wollen Abfangraketen in Polen und eine Radaranlage in Tschechien stationieren. Das sei eine Sicherheitsmaßnahme gegen einen eventuellen Raketenangriff aus Iran, so die Begründung. Der Kreml behauptet jedoch, der Raketenschild richte sich vor allem gegen Russland, und schlägt den USA als Alternative vor, die russische Radarstation in Aserbaidschan gemeinsam zu nutzen.

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