01:40 26 April 2018
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    Wahlen in Kirgisien: Zwei Präsidentschaftsanwärter scheitern an Sprachprüfung

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    BISCHKEK, 01. Juni (RIA Novosti). Zwei kirgisische Präsidentschaftskandidaten sind nach einer blamablen Leistung bei der Sprachprüfung aus dem Wahlrennen ausgeschlossen worden.

    Wie eine Sprecherin der Wahlkommission Kirgisiens in einem RIA-Novosti-Gespräch mitteilte, erhielten der Unternehmer Kutmanbek Eschenbajew und der ehemalige Militär Asamat Ulamajew schlechte Noten in der Sprachprüfung.

    "Mir wäre es einfach peinlich, die Zahl der Fehler zu nennen, die Eschenbajew bei der schriftlichen Prüfung gemacht hat", sagte der Vorsitzende der Prüfungskommission, Taschboo Dschumagulow. Die Präsidentenwahlen sind für den 23. Juli geplant.

    Jeder Präsidentschaftskandidat muss sein Wahlprogramm in kirgisischer Sprache schriftlich und mündlich darlegen. Der geschriebene Text muss mindestens 100 Worte enthalten. Zulässig sind maximal 12 Fehler. Darüber hinaus muss jeder Anwärter einen Text aus der Literatur laut vorlesen. Die Kommission beurteilt dabei den Wortschatz des Kandidaten, die Aussprache und den eventuellen Akzent. Erst danach wird die Entscheidung getroffen, ob der jeweilige Kandidat der kirgisischen Sprache mächtig ist oder nicht. Die Prüfungskommission setzt sich aus neun Linguistikprofessoren zusammen, die verschiedene Regionen des Landes vertreten.

    Sechs Präsidentschaftskandidaten, unter ihnen der jetzige Staatschef Kurmanbek Bakijew, haben die Sprachprüfung bereits abgelegt.

    Nach dem jetzigen Stand stehen 12 Personen auf der Kandidatenliste. Um den offiziellen Kandidatenstatus zu bekommen, müssen sie bis zum 17. Juni mindestens 50 000 Wählerunterschriften vorweisen und einen Wahlpfand von umgerechnet rund 2 500 Dollar einzahlen.