12:36 16 Januar 2018
SNA Radio
    Politik

    Kurdische Separatisten verlängern einseitige Waffenruhe gegen türkische Armee

    Politik
    Zum Kurzlink
    0 0 0
    ANKARA, 01. Juni (RIA Novosti). Die Separatistische Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), die seit einem Vierteljahrhundert die Autonomierechte für die Kurden auf einem Teil der türkischen Territoriums durchsetzen will, hat das Moratorium für den bewaffneten Widerstand gegen die türkische Armee bis zum 15. Juli verlängert.

    Das geht aus einer Mitteilung der PKK hervor, die am Montag auf der Webseite der pro-kurdischen Agentur „Firat New Agensy“ veröffentlicht wurde.

    Das Moratorium war am 14. April von den Separatisten verhängt worden und am heutigen Montag abgelaufen.

    „Die PKK verlängert die einseitige Entscheidung über die Einstellung der Kampfhandlungen um eineinhalb Monate bis zum 15. Juli, um zur Lösung des kurdischen Problems beizutragen. Sie (PKK) behält sich gleichzeitig das Recht auf Selbstverteidigung vor, falls sie überfallen werden sollte“, heißt es in der Mitteilung der kurdischen Separatisten.

    Zurzeit liegen noch keine Kommentare der türkischen Behörden zur Entscheidung der PKK vor.

    Die Erklärung der Separatisten war einem Gewaltakt der PKK in der vergangenen Woche gegen türkische Militärs gefolgt: Sechs Militärangehörige waren am 27. Mai bei der Explosion einer Bombe umgekommen, die die kurdischen Extremisten in der an den Irak angrenzenden Provinz Hakkari gelegt hatten. Elf Soldaten erlitten Verletzungen. Kurz darauf flogen die türkischen Fliegerkräfte Angriffe gegen die Stützpunkte der PKK im benachbarten Nordirak.

    Der Konflikt mit den kurdischen Separatisten hat bisher insgesamt mehr als 40 000 Menschenleben gefordert. Die PKK wurde von der UNO und der Europäischen Union als eine Terrororganisation qualifiziert.

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren