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    Kuba lehnt Rückkehr in die Organisation Amerikanischer Staaten ab

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    Kuba begrüßt zwar die Aufhebung der Resolution der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) über den Ausschluss Kubas aus dieser Organisation, beabsichtigt aber keine Rückkehr.

    HAVANNA, 08. Juni (RIA Novosti). Kuba begrüßt zwar die Aufhebung der Resolution der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) über den Ausschluss Kubas aus dieser Organisation, beabsichtigt aber keine Rückkehr.

    Am Montag hat die kubanische Zeitung "Granma" eine "Deklaration der Revolutionsregierung" veröffentlicht, in der die Einstellung der kubanischen Führung zur Aufhebung der OAS-Resolution von 1962 über den Ausschluss Kubas aus dieser Organisation dargelegt ist.

    "Kuba begrüßt mit Genugtuung diese Äußerung der Souveränität und zivilen Tapferkeit und bringt seinen Dank an die Regierungen zum Ausdruck, die im Geiste der Solidarität, Unabhängigkeit und Gerechtigkeit das Recht Kubas auf seine Wiederaufnahme in die Organisation verteidigt haben", heißt es in der Deklaration.

    "Trotzdem erklärt Kuba ein weiteres Mal, dass es nicht in die OAS zurückkehren wird", so das Dokument.

    Am vorigen Mittwoch haben die Außenminister der Organisation Amerikanischer Staaten einstimmig die Aufhebung der Resolution über den Ausschluss Kubas aus der Organisation beschlossen.

    Vor 47 Jahren wurde Kuba aus der OAS ausgeschlossen, es wurde eine Wirtschaftsblockade gegen Kuba verhängt, weil das Land seine Wahl für einen sozialistischen Entwicklungsweg getroffen hatte.

    Die Mehrheit der amerikanischen Staaten hatte 1962 erklärt, die kubanische Wahl sei mit den Prinzipien der Demokratie und Zusammenarbeit beider Amerikas unvereinbar.

    Nach dem Amerika-Gipfel vom April kritisierte Fidel Castro Obamas Bemerkungen zum Kuba-Embargo als "zu knapp und ausweichend". Was Kuba angehe, wolle er Obama an grundsätzliche ethische Prinzipien erinnern, schrieb Castro.

    Die Blockade habe die Freiheitsinsel "Leben und Leiden des Volkes" gekostet, ihr wirtschaftlichen Schaden zugefügt und die kubanischen Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit mit vielen armen Ländern der Welt in Gesundheitswesen, Bildung, Sport, Wirtschaft, Energie und Umweltschutz begrenzt.

    Auf Initiative von US-Präsident Barack Obama haben die USA Erleichterungen für Reisen der US-Bürger nach Kuba eingeführt sowie die Beschränkungen für Geldüberweisungen in dieses Land aufgehoben.

    Obama hatte früher geäußert, er plane keine Aufhebung des Embargos für Kuba, weil er keine realen Wandlungen in der Situation mit der Wahrung der Menschenrechte auf der Freiheitsinsel sehe.

    Die kubanische Führung hatte mehr als einmal erklärt, die "Freiheitsinsel" strebe die Rückkehr in die OAS nicht an.

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