03:02 22 September 2018
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    Medwedew zu Steinmeier: Wirtschaftsbeziehungen im Antikrisenkampf einsetzen

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    Russland und Deutschland sollten keinen krisenbedingten Rückgang in ihren Wirtschaftsbeziehungen zulassen.

    MOSKAU, 10. Juni (RIA Novosti). Russland und Deutschland sollten keinen krisenbedingten Rückgang in ihren Wirtschaftsbeziehungen zulassen.

    Das betonte Russlands Präsident Dmitri Medwedew am Mittwoch bei seinem Treffen mit Vizebundeskanzler und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier in seiner Vorstadtresidenz in Barwicha.

    "Wir müssen uns darum bemühen, dass unsere Wirtschaften weiterhin genauso synchron arbeiten wie dies vor der Krise der Fall war", sagte er.

    "Der Warenumsatz zwischen unseren beiden Ländern ist indes überaus stark zurückgegangen", führte Medwedew aus. "Natürlich ist dies eine unmittelbare Folge der Krise und nicht etwaige politische Manipulationen. Wir möchten handeln und unsere bilateralen Beziehungen entwickeln, die bei uns in dieser Sphäre überaus eng und partnerschaftlich sind."

    Medwedew erinnerte daran, dass sein vorangegangenes Treffen mit Steinmeier im April in Berlin stattfand. "Man muss zugeben, dass sich die Situation seit der Zeit nicht radikal verbessert hat, obwohl wir uns darum bemühen, dass unsere Wirtschaften exakter und intensiver arbeiten."

    Die russisch-deutschen Projekte sind dabei von überaus großer Bedeutung, sagte der Kreml-Chef. "Trotz allem wird ihre Liste immer länger", fügte er hinzu.

    Steinmeier stellte seinerseits fest, dass sich die Agenda der Verhandlungen zwischen Berlin und Moskau seit dem vergangenen Jahr wesentlich verändert hat. Im vergangenen Jahr seien Sicherheit und Außenpolitik die Hauptthemen gewesen, in diesem Jahr gelte der globalen Finanzkrise besondere Aufmerksamkeit.

    Er räumte ein, dass die vorwiegend auf Export orientierte Wirtschaft Deutschlands derzeit eine Rezession durchmache, der mit Antikrisenmaßnahmen der Bundesregierung bekämpft werde.

    Medwedew bekundete sein Interesse für die gegenwärtige innenpolitische Entwicklung in Deutschland. "Im Vorfeld der neuen politischen Saison ist das kein uninteressanter Punkt für uns", äußerte er.

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