03:25 20 Juli 2018
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    Russlands Nato-Botschafter: Allianz weiß nicht weiter mit Erweiterung

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    Die Nato-Expansion ist nach Ansicht des russischen Nato-Botschafters Dmitri Rogosin an ihre Grenzen gestoßen. Die Führung der Allianz habe derzeit keine konkreten Zukunftspläne.

    ASTANA, 25. Juni (RIA Novosti). Die Nato-Expansion ist nach Ansicht des russischen Nato-Botschafters Dmitri Rogosin an ihre Grenzen gestoßen. Die Führung der Allianz habe derzeit keine konkreten Zukunftspläne.

    „Die Nato-Erweiterung hat sich selbst erstickt“, stellte Rogosin am Donnerstag am Rande einer Sicherheitskonferenz des Rates für Euroatlantische Partnerschaft in der kasachischen Hauptstadt Astana fest. „Das ist selbst in Bezug auf Georgien und die Ukraine nicht möglich, von anderen Staaten ganz zu schweigen.“

    Ein großes Problem habe die Nato auch mit ihrem Programm „Partnerschaft für den Frieden“, führte er aus. Früher habe das Ziel dieses Programms darin bestanden, einzelne Staaten in die Nato einzubeziehen, hieß es. „Heute hat aber die Nato ein großes Problem: Sie weiß selbst nicht, wie sie die ‚Partnerschaft’ weiter nutzen soll.“

    Russland sehe der Teilnahme Kasachstans am Programm „Partnerschaft für den Frieden“ gelassen zu, hieß es. „Auch eine treue Ehefrau kann Verehrer haben, die ihr Blumen schenken“, so Rogosin. „Die Nato ist in dem Fall ein Verehrer Kasachstans.“

    Die Beziehungen zwischen Russland und Kasachstan einerseits und der Nato und Kasachstan andererseits lassen sich nicht miteinander vergleichen - „wie man die Beziehungen zwischen Verwandten und innerhalb einer Familie mit Beziehungen zwischen zwei fremden Familien nicht vergleichen kann, die mal mit einer Torte zu ihnen kommen und ihnen gefallen möchten.“

    „Ich denke, Kasachstans Führung sieht selber ein, dass sie es mit müßigem Gerede und nicht mit realen Perspektiven zu tun hat.“

    Zugleich betonte Rogosin die Wichtigkeit der Partnerbeziehungen mit der Nato, weil „dies ein Kontakt, ein Dialog und ein gegenseitiger Informationsaustausch ist“.

    „Hier muss man maximal pragmatisch herangehen und von der Partnerschaft maximalen Nutzen für die eigene Sicherheit erhalten“, fügte er hinzu. „Man muss stets versuchen, aus einem Feind einen Neutralen machen, aus einem Neutralen einen Partner, aus einem Partner einen Verbündeten und aus einem Verbündeten einen Freund.“

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